Chefarztstelle neu besetzt

14.09.2012, 09:52 Uhr
Chefarztstelle neu besetzt

© Ralf Rödel

Es ist eine Zeit des Umbruchs: Landrat Reinhardt Glauber und Geschäftsführer Thilo Penzhorn, der die Klinik Fränkische Schweiz ebenfalls verlässt (wir berichteten), stellten den neuen Chefarzt vor: „Es ist kein ganz neues Gesicht“, erläuterte Penzhorn. Samir Murad arbeite bereits seit 2008 im Hause und habe vor allem im Bereich Kardiologie mit Schwerpunkt Elektrophysiologie profunde Kenntnisse. Daneben sei der Facharzt für Innere Medizin auch noch Facharzt für Notfallmedizin. All das habe den Klinik-Aufsichtsrat davon überzeugt, dass Samir Murad der richtige Mann für die frei werdende Position sei.

Der Mediziner ist 1974 in Damaskus, Syrien, geboren und hat dort auch sein Medizinstudium absolviert. 1999 wechselte der heute 38-Jährige ans Herzzentrum Lahr in Baden, später ans Krankenhaus Rastatt und wieder zurück nach Lahr. 2008 habe er sich für eine Oberarztstelle an der Klinik Fränkische Schweiz beworben. „Der Empfang hier war herzlich“, schilderte Murad, der sich der Klinik seither verbunden fühlt.

Schwerpunkt weiter etablieren

In seiner neuen Position wolle er das Krankenhaus vor allem in seinem Spezialbereich Kardiologie und Notfallmedizin regional und überregional weiter etablieren. Sein Schwerpunkt sei die Elektrophysiologie, bei der Patienten mit Herzrhythmusstörungen medikamentös oder mittels Verödung oder Implantation von Herzschrittmachern oder Mini-Defibrillatoren behandelt werden, erläuterte der Mediziner. Etwa 150 Implantationen und rund 250 Ablationen, also Verödungstherapien, würden pro Jahr im Haus durchgeführt. Die Patienten kämen aus einem Einzugsgebiet bis zu 100 Kilometern in die Klinik Fränkische Schweiz, die derzeit 85 Betten im Akutbereich, 60 Betten in der Geriatrie und 60 Betten im Pflegeheimbereich habe, fügte Penzhorn an.

Dessen Wechsel an das Krankenhaus Kitzingen spätestens Ende 2012 sowie die sich anbahnende Kooperation mit dem Klinikum Forchheim (wir berichteten) waren dann auch die Hauptthemen in der anschließenden, nichtöffentlichen Sitzung des Klinik-Aufsichtsrates. „Solange wir nicht wissen, wie diese Kooperation genau aussehen wird, werden wir die Stelle des Geschäftsführers aber nicht ausschreiben“, versicherte Glauber. 

Der Landrat ging davon aus, dass der Aufsichtsrat den von ihm vorgeschlagenen Professor Peter Oberender, Unternehmensberater im Gesundheitswesen, beauftragen werde, Vorschläge zu erarbeiten, wie so eine Kooperation funktionieren könne. „Wir brauchen jemanden von außen“, findet Glauber. „Ich wäre sehr froh, wenn wir im Bereich der Zusammenarbeit endlich ein Stück weiterkämen.“  

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