Start in neues Studium

02.09.2012, 22:00 Uhr
Start in neues Studium

© Thomas Scherer

Wer sich im Pflegemanagement, in der Medizintechnik oder bei Sozialverbänden etablieren will, der bekommt in den interdisziplinären Bachelor-Studiengängen das Handwerkszeug dazu. Vorausgesetzt werden Abitur, Fachabitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Eine kleine aber feine Einrichtung soll die Hochschule nach den Worten ihrer ersten Lehrkraft, Dr. Jürgen Zerth, bleiben. Nach dem 2020 abgeschlossenen Aufbau rechnet er mit maximal 450 Studenten, die von 16 Professoren unterrichtet werden.

Fast 50 Bewerber haben sich bereits gemeldet. 15 bis 20 werden für den ersten Jahrgang ausgesucht, der am 15. Oktober an den Start geht. Überaus spannend empfindet es Zerth, gemeinsam mit Studierenden den Unibetrieb aufzubauen. Die Anerkennung als Hochschule sei ein toller Motivationsschub gewesen. Zerth: „Wir sind quasi in die erste Bundesliga aufgestiegen. Jetzt müssen wir darauf achten, diese Klasse zu erhalten.“

Im Vorlauf werden seit knapp einem Jahr in Fürth bereits Pflegepädagogen und im Masterstudiengang Gesundheitsmanager ausgebildet. Letzteres in Kooperation mit der Uni Bayreuth, während für den Studiengang Pflegepädagogik die Fachhochschule Münster Pate steht. Beide Ausbildungen werden neben dem nun eigenverantwortlichen Hochschulbetrieb fortgeführt, erklärt Zerth

Der private Hochschulbetrieb hat freilich seinen Preis. 400 Euro monatlich betragen die Studiengebühren. Ein Semester schlägt mit 2400 Euro zu Buche. Allerdings werden besonders engagierte und talentierte Studierende durch drei Wilhelm-Löhe-Stipendien gefördert.

Sie werden zunächst für ein Jahr gewährt und umfassen je 300 Euro monatlich. Dafür bewerben können sich Studierende und Studienbewerber ebenfalls noch bis 15. September. Zwar macht die Diakonie Neuendettelsau bundesweit auf ihr Fürther Flaggschiff aufmerksam, zugeschnitten ist es aber in erster Linie auf Interessenten aus der Region. Auch Fürther haben sich, so Zerth, für den Pionierjahrgang angemeldet. Der Dozent rechnet damit, dass schon im Sommersemester drei bis vier Professoren

in der ehemaligen Schickedanzvilla unterrichten werden. 3,75 Millionen Euro hat der Ausbau der 1995 von der US-Army geräumten Villa für den Lehrbetrieb gekostet Zwei Millionen Euro trug der Freistaat aus dem nach der Quelle-Pleite aufgelegten Strukturförderprogramm, 380000 Euro musste die Stadt schultern

Neben der nach dem aus Fürth stammenden Diakonie-Gründer benannten Hochschule hat der Neuendettelsauer Sozialverband in Fürth auch eine neue Fachakademie für angehende Erzieherinnen eingerichtet.

Weitere Informationen gibt es unter www.wlh-fuerth.de.

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