Hanta-Virus lauert im aufgewirbelten Mäusekot
14.08.2012, 11:00 Uhr
Deshalb rät das Gesundheitsamt Neumarkt zur Vorsicht beim Aufräumen und Reinigen der Schuppen, Gartenhäuschen oder Dachböden.
In der Urlaubszeit
Jetzt in der Urlaubszeit werden oft diese Arbeiten erledigt, zu denen man sonst nicht kommt. Falls die Gebäude erkennbar mit Mäusekot verunreinigt sind, sollte bei Reinigungsarbeiten vorher der Bereich befeuchtet werden, um nicht unnötig Staub aufzuwirbeln. Zusätzlich empfiehlt es sich, Handschuhe und auch einen Mundschutz zu tragen.
Im Jahr 2012 wurden bereits 227 Hantaviren-Erkrankungsfälle in Bayern registriert. In den letzten Jahren wurde in Bayern regional unterschiedlich eine starke Zunahme von Hantavirus-Infektionen verzeichnet. Besonders betroffen sind heuer der Bayerische Wald sowie die Gegend um Würzburg. Jedoch auch bei uns kommt es vereinzelt zu Hantavirus-Infektionen.
Hantaviren werden von infizierten Mäusen über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Beim Aufwirbeln des trockenen Kots kommt es zur Inhalation von virushaltigen Aerosolen.
Die meisten Hantavirus-Infektionen verlaufen relativ harmlos mit Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Es kommt jedoch gelegentlich zu Nierenerkrankungen mit Nierenversagen, was sogar dazu führen kann, dass der Betroffene auf Dauer zur Dialyse muss.
Katzen jagen Mäuse
Besitzer von Katzen, zu deren Beute auch Rötelmäuse gehören, müssen sich nach bisherigen Erkenntnissen keine Sorgen machen – weder um die Katzen, noch um sich selbst oder die Kinder im Haushalt.
Es ist noch kein Fall bekannt geworden, dass eine Katze einen Menschen mit dem Hanta-Virus angesteckt hätte. Die Tiere werden mit dem Virus problemlos fertig und geben ihn wohl auch nicht weiter.
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