Pölling will eine Ortsmitte

21.03.2012, 10:07 Uhr

Das Büro Meyer-Schwab-Heckelsmüller hatte sich mit den Wünschen der Pöllinger Bürgerschaft befasst und stellte in der Sitzung des Bausenats ein Konzept vor, wie sich in mehreren Schritten so eine Art Ortszentrum schaffen ließe.

Voraussetzungen sind der Abriss des Distlerhauses und der alten Schule, des Hauses der Selbsthilfegruppen. Das würde Platz schaffen für ein Bürgerhaus, in dem sich die Pöllinger unter anderem einen Saal vorstellen könnten und den neuen Standort der Gemeindebücherei.

Die Selbsthilfegruppen müssten dann ins Schreiberhaus umziehen. Das ist in einem erbärmlichen Zustand und müsste mit einem Aufwand von geschätzten fünf Millionen Euro saniert werden. Der Umstand, dass die Stadt neben dem Schreiberhaus noch Grundstücke besitzt, würde die Planungen erleichtern.

Die Begeisterung im Bausenat hielt sich angesichts der enormen Summen, über die da zunächst nur geredet wurde, in Grenzen. Heinz Sperber (CSU) formulierte die Bedenken. „Das wird teuer, und was ist, wenn dann die anderen Ortsteile auch kommen mit dem Wunsch nach einem Ortszentrum.“ Oberbürgermeister Thomas Thumann bekannte mit säuerlichem Lächeln, dass das jetzt schon der Fall sei.

Arnold Graf (CSU) und Ursula Plankermann (SPD) fürchten, dass der Umzug der Selbsthilfegruppen nicht so problemlos vonstatten gehen werde. Die hätten sich an ihr Haus gewöhnt und an die gewisse Anonymität, das es ihnen gewährleistet. Doch schließlich beschloss der Senat einstimmig, die Verwaltung möge die entsprechenden Anträge bei der Regierung stellen, wenn ein Städtebauförderungsprogramm gesichert ist.

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