Neue Galerie im "Strack-Haus" eröffnet

24.03.2015, 17:19 Uhr
Neue Galerie im

© Harald Munzinger

An den südlichen Ausläufern des Steigerwaldes hatte der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Strack knapp drei Jahrzehnte gelebt, in der Natur immer wieder neue Kraft für seinen Beruf geschöpft, in den er stets seine ganze Energie einbrachte und zu den große Mimen der Nation zählte. Nur ein paar Hundert Meter von dem Haus entfernt fand er im Januar 1999 die letzte Ruhestätte, in die im Ehefrau Lore am 6. Januar letzten Jahres folgte.

Nun ist das Haus hinter der dichten Hecke an der Staatsstraße mit dem Blick zum Münster auf der einen, die Steigerwaldausläufer auf der anderen Seite wieder zu einem Kraftquell geworden, zu einem „Zentrum der Begegnung, der Menschlichkeit und Lebensfreude“.

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© Harald Munzinger

Dies sei „die Erfüllung ihres Herzenswunsches“, erklärte Susanne Titze in großer Gästeschar, die der Einladung zur ersten „Hausvernissage“ gefolgt war, die den offiziellen Beginn einer neuen Ära im „Strackschen Haus“ markieren sollte. Ein für die Gastgeberin „ganz besonders bewegender Tag“ ebenso, wie für manch einen Besucher, dem die sonore Stimme des Charakterdarstellers Strack und das schallende Lachen seines „Lorschen“ noch im Ohr ist.

Das Bild des Paares aus glücklichen Zeit lässt es nahe sein, zahlreiche Bilder in diesem und in vielen anderen Räumen sowie Skulpturen schlagen die Brücke in die Gegenwart. Es sind die spirituellen Werke von Susanne Titze, die sich mit ihnen weit über die regionale Kunstszene hinaus einen Namen gemacht, einige ihrer Exponate im Qualitätskunstbuch „International contemporary artists VOL IX“ veröffentlicht wurden und damit auf dem internationalen Kunstmarkt Anerkennung finden.

Berufung schon immer aktiv gelebt

Sie habe nun ihr „Wirken an einen Platz verlegt, an dem Berufung immer aktiv gelebt wurde und an dem ich in meinem neuen Atelier meine Berufung leben möchte“. In ihr Elternhaus, „einem Ort, an dem ich aufgewachsen bin und mit dem ich mich tief verwurzelt fühle“, so Susanne Titze im großen Kreis von Freunden, Wegbegleitern, Unterstützern, Kollegen des DCN (Dialog Consult Netwerk), treuen Kunden sowie Repräsentanten des Heimatortes. Dank vieler fleißiger Helfer sei es ihr gelungen, „den ehrwürdigen Räumlichkeiten meines Elternhauses ein neues Gesicht zu verleihen und eine Begegnungsstätte zu schaffen, die für künstlerischen Ausdruck, Kreativität, Geselligkeit und Bildung steht.

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© Harald Munzinger

Wichtige Säulen, die zur Förderung der Lebensfreude und Persönlichkeit eines jeden Menschen unverzichtbar sind“. Hier seien „Platz und Raum sowie die dazu nötige Wohlfühlatmosphäre für Seminare, Tagungen, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und Festlichkeiten jeder Art. Ein Platz, um Kunst, Kultur und Bildung zum Erlebnis werden zu lassen und zwischenmenschliche Begegnung zu leben. Hier soll gefeiert, gelacht, gelauscht, geträumt, gefühlt, gelebt und gelacht werden mit allen Sinnen“, erklärte die Hausherrin, die auf ihre Art das „Familienerbe“ fortsetzt.

„Hier bin ich Mensch….“

Denn auch bei den Eltern war das Haus gegenüber dem „Günter-Strack-Platz“ ein Ort, an dem Menschsein, Menschlichkeit und gegenseitige Wertschätzung im Vordergrund standen. „Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘ sein“, hört man Vater Günter Strack aus Goethes Faust zitieren. Tochter Susanne Dorothea Titze möchte dieses Lebenselixier bei verschiedensten Anlässen und Veranstaltungen mit vielen Menschen teilen. Ein offizieller Anfang sollte mit der „Hausvernissage“ gemacht sein.

Erste Kurse und Begegnungen haben schon stattgefunden, für die Susanne Titze einige Räume des Elternhauses als Kunst- und Seminarhaus für verschiedene Arten von Seminaren, Workshops und Veranstaltungen zur Verfügung stellen möchte. Seminarhaus ist es auch für das DCN (Dialog Consult Network), das von sechs Mitgliedern aus der Taufe gehoben wurde, unterdessen 18 zählt und sich Stück für Stück um Menschen erweitert, die hier einen Kraftquell finden - auch in der Kunst.

Hier sei ein Kraftort, an dem man Energie schöpfen könne, an dem die Kreativität der Familie gewährt und gestärkt werde, stellte die Astrologin Ute Binder fest. Die Freundin skizzierte Susanne Titzes Weg vom zunächst kreativ-technischen Beruf zur freischaffenden Künstlerin, die sich ganz und gar dafür verschrieben habe, kreativ umzusetzen, was ihr auf der Seele liege. Dabei sei es einzigartig, wie sie in Bildern und Skulpturen zum Ausdruck bringe, was Menschen fühlten, was ihre Seelen bewege. So sei Susanne Titze „eine Hüterin dessen, was Menschen in sich tragen“.

Die Magie, die von ihren Werken ausgehe, sollten die Gäste der Eröffnungsvernissage auf sich wirken lassen. Von ihnen strahlte viel Bewunderung sowohl für die neue Stätte von Kunst und Kultur, als auch vom beeindruckenden kreativen Schaffen der Künstlerin zurück, die in der Acrylmalerei sowie in Skulpturen aus Bonze, Stahl Messing und Bicolor ihre Schwerpunkte hat und auch als Dozentin für Malerei und kreatives Gestalten tätig ist.

Dass hierfür nun Münchsteinach ein neues Zentrum wird, lässt nicht nur im Rathaus auf neue Impulse für den Steigerwaldort hoffen. Dass dieser und seine Umgebung Quellen der Inspiration seien, stellten Gäste der Vernissage und beim Blick aus dem Atelierfenster fest: „Wenn da keine Energie fließt, wo dann?“

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