21 Flüchtlinge nahe Sulzbach-Rosenberg ausgesetzt
26.11.2017, 12:24 Uhr
Am Samstagabend gegen 20.15 Uhr erreichte die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg die Meldung einer Autofahrerin, dass sich auf der Bundesstraße 14 im Bereich der Ortschaft Haid eine größere Gruppe von Personen, darunter auch Kinder, zu Fuß in Richtung Weigendorf bewege. Während die Landkreisbewohnerin mit ihrem Wagen die Personengruppe zum fließenden Verkehr hin absicherte, machten sich Beamte der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, des Einsatzzuges der Operativen Ergänzungsdienste Amberg und der benachbarten Polizeiinspektion Hersbruck auf den Weg nach Haid.

Dort trafen die Polizisten auf insgesamt 21 Menschen aus dem Iran, dem Irak und Afghanistan, darunter auch fünf Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Personen nach einer mehrere Tage andauernden Reise auf der Ladefläche eines Lkw erst kurz zuvor bei Haid am Fahrbahnrand ausgesetzt worden waren.

Während auch überregional die Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Lkw anliefen, transportierten die Polizeibeamten die Flüchtlinge - allesamt wohlauf - zur Dienststelle nach Sulzbach-Rosenberg. Über die Amberger Rettungsleitstelle konnte in den Räumen der Polizeiinspektion umgehend ein Betreuungseinsatz organisiert werden. Unter Führung eines Einsatzleiters stellte die Schnelleinsatzgruppe Betreuung des BRK Amberg die erste Versorgung der Menschen mit Essen und Getränken sicher.
Nach Abschluss der polizeilichen Sachbearbeitung wurden die Flüchtlinge in den frühen Morgenstunden des Sonntag in eine Erstaufnahmeeinrichtung nach Regensburg gebracht.
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