Jungbrunnen für den Freizeitpark in Plech

31.01.2014, 12:00 Uhr
Jungbrunnen für den Freizeitpark in Plech

© Roland Huber

Bürgermeister Karlheinz Escher sagte am Donnerstagabend gegenüber den NN, die Anlage werde heuer nicht öffnen, sondern ein ganzes Jahr lang wegen Renovierungsarbeiten geschlossen bleiben. Danach aber soll sich das Wunderland in neuem Gewand präsentieren und neugierige Besucher empfangen.

Ernst Schuster, der Betreiber des Wunderlands, unterrichtete gestern Escher über seine Pläne, die er lange geheim gehalten hatte. Escher zeigte sich erleichtert. Denn zuletzt war durchgesickert, Schuster plane auf einem Teil des Geländes eine Ferienhaussiedlung, die veräußert werden soll. Ob das Vorhaben komplett vom Tisch ist, vermochte der Bürgermeister nicht zu sagen. Er zeigte sich aber überzeugt davon, dass die Freizeitanlage keinesfalls verkleinert, sondern das gesamte Areal für die Modernisierung genutzt werden soll.

Pachtvertrag läuft weiter

Schuster verfügt über 65.000 Quadratmeter Grund, weitere 45.000 Quadratmeter des Wunderlands gehören der Gemeinde Plech. Der Pachtvertrag mit der Kommune besteht weiterhin und es seien keine Absichten laut geworden, den Kontrakt zu lösen, betonte der Bürgermeister.

Allerdings scheint Schuster mit Investoren zu verhandeln. Genaueres wurde nicht bekannt. Der Eigentümer des Parks will sich offenbar aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

Er versicherte aber nach den Worten Eschers, die drei Mitarbeiter, die die Stammbelegschaft bilden — neben über 20 Saisonkräften während der Sommermonate — würden weiterbeschäftigt. Sie sollen die gesamten Renovierungsarbeiten überwachen.

Welche neuen Attraktionen die Gäste locken sollen, drang bislang nicht an die Öffentlichkeit. Doch wiedersprechen die Äußerungen Schusters allen Spekulationen, die das Ende des Wunderlands gekommen sahen.

Als Mitte Januar bekannt wurde, dass Werkzeuge und Maschinen des Parks im Internet zum Kauf angeboten wurden und sogar Kutschpferde, Ponys und Esel aus der Westernstadt neue Herren suchten, schossen die Gerüchte ins Kraut. Zudem hatten sich Besucher zuletzt über die marode Anlage beklagt, Fahrgeschäfte blieben geschlossen und in manche Häuser der Westernstadt regnete es herein. In der Branche hieß es, Schuster habe es versäumt, auf einen zeitgemäßen Betrieb umzustellen. Nun sieht es so aus, als ob der Hausherr nachbessern will.
 

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