So steht es um Neueröffnung des Fränkischen Wunderlands

02.08.2017, 20:29 Uhr
So steht es um Neueröffnung des Fränkischen Wunderlands

© Birgit Hübner

"Auch wenn es von außen kaum sichtbar ist, haben wir in den vergangenen Monaten wirklich viel gearbeitet", sagt die Geschäftsführerin der Kansas City Event UG und Co. KG, Birgit Hübner. Vor allem seit Januar habe sich viel getan. So solle künftig mehr Gewicht auf den Bereich Freizeitpark gelegt werden, als sie ursprünglich vorgesehen hatte. Ein Geschäftspartner hatte das als Auflage zur Finanzierung gemacht. "Auch wenn das jetzt hinfällig ist, bleibe ich bei der Idee, sie gefällt mir", sagt Hübner.

Durch diese Ausdehnung des Komplett-Konzepts wäre das neue Freizeitzentrum über die Region hinaus wettbewerbsfähiger, findet sie. An dem Konzept des ganzjährig geöffneten Event-Parks will die Geschäftsführerin trotzdem weiter festhalten.

Karussell wird wieder gebaut

Unter anderem soll wieder ein Riesenrad im Western-Stil entstehen und an einem neuen Platz aufgebaut werden. Das Whiskey-Karussell soll nachgebaut werden, ebenso wie die Western-Bahn. Das Karussell soll im Gegensatz zu seinem Vorgänger überdacht werden. Die Gestaltung der Bahn sei etwas schwieriger, weil das Original vom Parkgründer Ernst Schuster Senior gebaut worden war.

Sein Sohn hatte den Zug zwar nicht – wie viele andere Gegenstände, Werkzeuge und Tiere – im Internet verkauft, aber daraus sind Kabel geklaut worden, als der Park leer stand. "Eine Reparatur wäre teurer als die Neuanschaffung", erklärt Hübner. Genaue Summen möchte sie nicht nennen, weil diese teilweise noch nicht ausgehandelt seien. Die Lieferzeiten haben es mit sieben bis neun Monaten aber in sich.

Neu gebaut wird auch das Erdhaus, in dem die Tanzvorstellungen der mexikanischen Azteken-Tänzer stattfanden. Inzwischen ist es nämlich einsturzgefährdet. Überhaupt soll das Jahr 2018 für die Bauarbeiten genutzt werden. Wie es konkret weiter geht, soll sich aber in vier bis sechs Wochen klären: "Wir wollen intern eine Agenda aufstellen und die genauen Abläufe festlegen", so Hübner.

Zu einem möglichen Eröffnungstermin möchte sie sich aber nicht äußern: "Ich kann das Wort ,verschieben‘ nicht mehr hören, deshalb lege ich mich nicht fest." 2019 fände sie aber gut.

Ein weiterer Punkt auf der Agenda wird der Kauf des Geländes sein. Denn obwohl sie sich mit dem früheren Betreiber Ernst Schuster Junior bereits im August 2016 einig war, ist das etwa 120.000 Quadratmeter große Areal bis heute nicht ihr Eigentum. Sie sei dabei, es zu kaufen, aber es hapere daran, einen gemeinsamen Notartermin zu finden.

Nach der Saison 2013 hat Ernst Schuster den Freizeitpark für vermeintliche Renovierungsarbeiten geschlossen. Eine Eröffnung war für 2015 angedacht, sie kam aber ebenso wenig wie die Sanierung. Vor ziemlich genau einem Jahr hat Birgit Hübner das Gelände dann übernommen und Country-Festivals veranstaltet. Für den Herbst plant sie ein Jeep-Treffen im Wunderland, um zu zeigen, dass es weiter geht. Ein regulärer Betrieb ist aber noch in weiter Ferne.

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