Mörderische Aussichten vom „Bleistift“
25.08.2013, 22:00 Uhr
„Ich hab’ erst mal gegoogelt“, erzählt er, wie er zu seinen ersten Rechercheergebnissen fand, während er zusammen mit ars-vivendi-Verleger Norbert Treuheit und dem Cadolzburger Kulturamtsleiter Matthias Lange im Burgbiergarten sitzt. „Klein und überschaubar“ sei der Ort, mit vielen „natürlich schönen“ Gebäuden, die nicht auf neu gemacht seien.
Einen Reiseführer soll er allerdings nicht schreiben, sondern seinen Teil zur Criminale-Anthologie beitragen. 20 ausgewählte Autoren werden dabei jeweils einen Kurzkrimi über eine fränkische Stadt verfassen, die dann 2014 beim größten deutschsprachigen Krimifestival vorgestellt werden.
Eine Grundidee für seinen Kriminalfall habe er schon, verraten möchte Uwe Voehl jedoch noch nichts. Nur so viel: Sowohl der Aussichtsturm, der „Bleistift“, als auch das Musical „Aeronauticus“, das er sich gemeinsam mit seiner Frau angesehen hat, haben ihn beeindruckt. „Der Bleistift reicht mir aber von unten“, meint der Autor respektvoll. Er hat Höhenangst.
„Vielleicht kann man ja die Geschichte mit Gustav Weißkopf verbinden“, sagt er und lässt Raum für Spekulationen. „Auch die Burg mit ihren vielen Gemächern ist als Tatort geeignet“, wirft Matthias Lange vom Kulturamt der Marktgemeinde und Voehls Ansprechpartner vor Ort, ein. Für den in Cadolzburg ansässigen ars vivendi Verlag hat Voehl bereits an einem Krimikalender mitgewirkt. Verleger Norbert Treuheit freute sich deshalb, Voehl bei dieser Gelegenheit auch einmal persönlich kennenzulernen.
Währenddessen laufen die Vorbereitungen auf die Criminale, die vom 21. bis 25. Mai 2014 in Nürnberg und Fürth stattfindet. Seit 1986 gibt es dieses Krimifestival, in stets wechselnden Orten.
In Fürth ist neben vielen Lesungen auch die Eröffnungsveranstaltung, die Fränkische Kriminacht mit Verleihung des Fränkischen Krimipreises im Stadttheater geplant.
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