Norbert Treuheit ausgezeichnet
27.10.2008, 00:00 Uhr Die Jury hatte sich für Norbert Treuheit als Preisträger entschieden, weil er den Idealtypus eines engagierten Verlegers darstelle. Autoren, die in Franken ihre biografischen und literarischen Wurzeln haben, werden von dem Verleger begleitet und publiziert. Seit seiner Gründung vor 20 Jahren hat der ars vivendi verlag annähernd 400 Buchtitel herausgebracht, mit etwa 250 Autoren und Fotografen werden vielfältige Verlagsprogramme erarbeitet.
Shakespeare aufpoliert
Dazu zählen Kalender, hochwertige Postkartenserien, Geschenkobjekte im Literatur-Design sowie ein breites Buchprogramm, darunter u. a. die bekannte Reihe «Franken-Krimis». Für große Aufmerksamkeit sorgte Treuheit durch die Neuübersetzung der gesamten Werke Shakespeares in 39 Bänden durch Frank Günther als einzigen Übersetzer. Dies sei ein literaturgeschichtliches Novum, so die Jury.
Angefangen hatte es 1988 mit dem Kneipenführer «Sekt & Selters» für München. Gerade mal 50 000 Euro betrug Treuheits Jahresumsatz im ersten Jahr. Heute bewegt er sich im zweistelligen Millionenbereich. Die Kneipenführer wurden zu Kassenschlager, daneben sorgten Kalender für sichere Einnahmen. Einen Namen gemacht hat sich Treuheit mit anspruchsvollen literarischen Projekten.