Pfiffige Informatik-Cracks und ihre schlauen Maschinen

15.12.2014, 09:00 Uhr
Im K.-o.-System treten die Teams im Roboter-Wettbewerb gegeneinander an. Wessen Roboter bei einem Spiel die meisten Aufgaben löst und damit Punkte sammelt, ist eine Runde weiter. Im Bild seht ihr das Team vom Gymnasium Wendelstein (blau) im Duell mit der Gruppe des Oberasbacher Gymnasiums.

© Eduard Weigert Im K.-o.-System treten die Teams im Roboter-Wettbewerb gegeneinander an. Wessen Roboter bei einem Spiel die meisten Aufgaben löst und damit Punkte sammelt, ist eine Runde weiter. Im Bild seht ihr das Team vom Gymnasium Wendelstein (blau) im Duell mit der Gruppe des Oberasbacher Gymnasiums.

„Auf die Plätze, fertig, los zum letzten Viertelfinale!“, ruft der Moderator. Die Teams „Terminators“ vom Hardenberg-Gymnasium in Fürth und „WEGo!“ des Schwabacher Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums kämpfen um den Einzug ins Halbfinale. Noch 45 Sekunden. Mit zitternden Händen lenken die Teams ihre Lego-Roboter zur letzten Aufgabe.

„Wir haben ein paar kleine Fehler gemacht und eine Aufgabe konnten wir leider nicht lösen“, sagt Philip vom Team „WEGo!“ anschließend, während er und seine Mitschüler angespannt auf das Ergebnis der Jury warten. Jedes Team hat zweieinhalb Minuten Zeit, um zu zeigen, was sein Roboter kann. Er muss in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Aufgaben in einem aus Legos aufgebauten Parcours auf dem Spieltisch absolvieren und dadurch Punkte sammeln. So müssen die von den Schülern selbst konstruierten und -programmierten Roboter beispielsweise mit ihren Greifarmen Türen aufstoßen und hindurchfahren, Legosteine in bestimmten Farben an einer Schlaufe von einer Art Baum zupfen und zu einem Lagerplatz fahren oder mit einem Ball Tore schießen.

Pfiffige Informatik-Cracks und ihre schlauen Maschinen

© Eduard Weigert

16 Gymnasien und Realschulen aus Nordbayern nahmen diesmal beim Regionalwettbewerb der First Lego League in Nürnberg teil. Vor dem Robot-Game mussten sich die Teams in drei weiteren Wettbewerben beweisen: Teamwork, Roboter-Design und für das Forschungsthema „Klassenzimmer der Zukunft“ eine Präsentation erarbeiten.

„Bis jetzt ist es gut gelaufen“, sagt Nadja von der „Dummy Crew“ des Röthenbacher Geschwister-Scholl-Gymnasiums, das mit zwei Teams vertreten ist. „Es könnten zwar noch mehr Punkte rausspringen, aber wir sind zufrieden.“ Die „Dummy-Crew“ hat es, wie ihre Schulkameraden von „Dr. J“, ins Halbfinale des Robot-Games geschafft.

Dort beweisen die Schüler aus Röthenbach Geschick und Nervenstärke – und am Ende steht fest: Die Teams „Robotex“ vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach und „WEGo!“ aus Schwabach sind raus, das Finale wird ein Lokalderby der beiden Teams aus Röthenbach.

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© /Vanessa Druse

Da geht es noch mal zur Sache. Die Roboter flitzen wendig über den Spieltisch. Die Final-Hinrunde läuft für beide Teams glatt. Wechsel des Spieltischs, Rückrunde. Der Roboter von „Dr. J“ erwischt bei einem Legoklötzchen die Schlaufe nicht richtig und kann es nicht in der „Base“ abladen.

Zweieinhalb Minuten sind um, die Jury rechnet – am Ende sind die sechs Jungs von „Dr. J“ trotz des Fehlers die Sieger im Robot-Game. In der Gesamtwertung belegen die Vorjahressieger „RoboBBS-NG“ von der Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg den dritten Platz. Die im Halbfinale des Robot-Games ausgeschiedenen „Robotex“ aus Oberasbach sichern sich Platz 2. Beide Teams dürfen in die bayernweite First Lego League einziehen und treten dort dann auch gegen den Nürnberger Gesamtsieger, das Team „Dr. J“ aus Röthenbach, an.

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