Mehrere Polizei-Einsätze

"Anzeichen von Trunkenheit bis zur Bewusstlosigkeit": Thailand will AfD-Politiker abschieben

Andrea Munkert

Online-Redakteurin

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16.04.2024, 09:42 Uhr
Nachdem mehrere Polizisten ihn überwältigt hatten, wurde der AfD-Politiker Niels Foitzik in ein Krankenhaus gebracht - er hatte in Thailand Ausraster.

© IMAGO / Zoonar/Facebook Nachdem mehrere Polizisten ihn überwältigt hatten, wurde der AfD-Politiker Niels Foitzik in ein Krankenhaus gebracht - er hatte in Thailand Ausraster.

AfD-Politiker Niels Foitzik (32) ist im Urlaub in Thailand erst in einem Restaurant ausgerastet, auch weil er offenbar getrunken hatte. Am nächsten Tag rief er die Polizei erneut auf den Plan.

Der Politiker war zunächst vergangenen Donnerstag in einem Restaurant im Süden Thailands völlig ausgeflippt und hatte, laut Polizei, die Gäste mit absurdem und aggressivem Verhalten panisch gemacht. Foitzik hatte Zeugen zufolge mit Tellern und Essen geworfen. Als die Polizisten eintrafen, bemühten sie sich, mit Foitzik zu sprechen – er aber soll wirres Zeug geredet haben. Also musste er die Beamten auf die Wache begleiten.

Trunken bis zur Bewusstlosigkeit

Wegen "ordnungswidrigen Verhaltens und der Unfähigkeit, das Bewusstsein auf einer öffentlichen Straße aufrechtzuerhalten" hatte der Politiker aus Stuttgart eine Strafe von 1000 Baht (rund 26 Euro) bezahlen. "Der Tourist zeigte Anzeichen von Trunkenheit bis zur Bewusstlosigkeit", erklärte Polizeioberst Surasak Jaidee auf Koh Phi Phi.

Die thailändischen Beamten gehen inzwischen davon aus, dass Foitzik eine zu große Menge Drogen konsumiert hat, sie tippen auf Cannabis - welches in dem asiatischen Land oftmals viel stärker ist.

Kho Phi Phi gilt als Drogenhochburg. Foitzik behauptet gegen die Annahme der Polizisten am Montag auf der Plattform "X", er sei in einem "gesundheitlichen Ausnahmezustand" gewesen. "Ich nehme keine Drogen!" Auf "X" spricht er nun davon, dass die Polizei ihn gerettet habe.

Die "Bild" zitiert den Stuttgarter AfD-Kreisvorsitzenden Andreas Mürter, der versichert: "Wenn da Drogen im Spiel gewesen wären, wüsste ich das. Niels ist ein persönlicher Freund. Er lehnt Drogen ab." Auch weist er darauf hin: "In Thailand ist Cannabis ja legal."

Dennoch wollen die thailändischen Behörden den Deutschen loswerden. "Wir werden uns mit der Botschaft abstimmen, um die Angehörigen zu informieren, damit er in ein anderes Land gebracht werden kann", so der Polizeioberstleutnant in Krabi. Die "Bild" erfuhr außerdem, dass Beamte der deutschen Botschaft in Bangkok im Moment die Abschiebung von Niels Foitzik vorbereiten.

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