Tot in der Wohnung gefunden

Grausamer Verdacht in Bayern: Enkel soll Großmutter umgebracht haben

25.03.2025, 14:11 Uhr
Armin Ritterswürden (M.), Kriminalrat der Polizei München, bei der Pressekonferenz zu einer Festnahme nach dem Tötungsdelikt.

© Leonie Asendorpf/dpa Armin Ritterswürden (M.), Kriminalrat der Polizei München, bei der Pressekonferenz zu einer Festnahme nach dem Tötungsdelikt.

Nach dem gewaltsamen Tod seiner Großmutter in München sitzt ein 23-Jähriger in Untersuchungshaft. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft München I bei einer Pressekonferenz mitteilten, soll er die 76-Jährige am 17. März in ihrer Wohnung getötet haben. Am Freitag habe die Polizei den Mann festgenommen.

Nachdem die Polizei zunächst von einem Suizid ausgegangen war, ergaben sich bei den Ermittlungen Hinweise auf ein Tötungsdelikt. "Eine Obduktion, die bis in die Nacht dauerte, bestätigte dann die Zweifel", sagte Armin Ritterswürden von der Münchner Polizei.

In der Folge sei der Enkel der Frau als mutmaßlicher Täter ermittelt und in München festgenommen worden. Dieser habe sich "auffällig" verhalten, sagte Anne Leiding, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I.

Enkel hatte Schlüssel zu Wohnung seiner Großmutter

Die Frau sei durch "stumpfe Gewalteinwirkungen gegen den Hals" getötet worden. Erwürgen als Todesursache sei nicht auszuschließen, sagte Ritterswürden. Ihre Putzfrau habe die tote 76-Jährige in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefunden. Zuletzt sei am Abend zuvor mit der Frau telefoniert worden.

Der 23-Jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft - der Vorwurf: Totschlag. Seine mutmaßliche Motivation für die Tat ist Gegenstand der Ermittlungen. Der 23-Jährige hat sich demnach bisher nicht selbst zu der Tat geäußert. Der Enkel soll einen Schlüssel zur Wohnung seiner Großmutter gehabt haben, sagte Ritterswürden.

Erst vergangenen Donnerstag hat es in Bayern einen ebenfalls grausamen Vorfall gegeben. Ein 32-Jähriger soll ausgerastet sein und dabei die eigene 94 Jahre alte Oma angezündet haben.