Fußball-Bundesliga
Helmer zu Causa Müller: Keine Dankbarkeit vom FC Bayern
02.04.2025, 17:04 Uhr
Thomas Helmer hat den FC Bayern für den Umgang mit Thomas Müller kritisiert. Zuletzt waren vermehrt Berichte aufgekommen, wonach Vereinsikone Müller beim deutschen Fußball-Rekordmeister in München keinen neuen Vertrag mehr bekommt. „Irgendjemand von Bayern muss es erzählt haben“, spekulierte Ex-Profi Helmer in der Münchner „Abendzeitung“ und meinte: „Es ist definitiv nicht gut, dass es öffentlich geworden ist.“
Der ehemalige Nationalspieler und Europameister von 1996 spielte sieben Jahre bei den Bayern, nach seiner aktiven Laufbahn wurde er Journalist und TV-Moderator. Der 59-Jährige findet, Müller habe die aktuelle Situation nicht verdient, schließlich sei er „ja nicht irgendein Spieler. Er steht ganz oben, ist einer der größten Spieler in der Bayern-Historie.“
Helmer: Der FC Bayern sieht nicht gut aus
„Durch die Meldungen der vergangenen Tage sieht er jetzt nicht gut aus – und vor allem sieht der FC Bayern in der Causa Müller nicht gut aus“, sagte der frühere Abwehrspieler. „Man hätte Müller das selbst machen lassen sollen. Aber es zeigt mal wieder: Dankbarkeit gibt es nicht im Fußball.“

Müllers Vertrag bei den Bayern läuft im Sommer aus. Die Vereinsbosse um Sportvorstand Max Eberl sollen dem 35-Jährigen Medienberichten zufolge bereits signalisiert haben, dass er keinen Kontrakt als Spieler mehr bekommt. Zuletzt war der Weltmeister von 2014 von Coach Vincent Kompany kaum noch für die Startelf berücksichtigt worden und zumeist spät als Einwechselspieler gekommen.
Helmer meint: Ehrlichkeit am wichtigsten
Helmer erinnert sich, wie es früher bei ihm war, als er vor dem Weggang aus München stand. „Ottmar Hitzfeld hat mir zum Ende meiner Bayern-Zeit klar gesagt, dass er auf andere Spieler setzen würde. Das war hart für mich, aber fair. Auch die Klubführung um Franz Beckenbauer ist immer ehrlich mit mir umgegangen. Das ist heute vielleicht so ein bisschen verloren gegangen. Für einen Spieler wie Müller ist es immer schwierig, den Absprung zu schaffen, wenn man noch ein Jahr spielen möchte. Ehrlichkeit von der Klubseite ist am wichtigsten.“