Rettungsorganisationen
Rotes Kreuz will bessere Ausrüstung für Katastrophenschutz
05.04.2025, 14:11 Uhr
Angesichts einer unsichereren Weltlage und steigender Naturkatastrophenschäden fordert das Rote Kreuz mehr Geld und bessere Ausrüstung für den Katastrophenschutz. Weder die Gesellschaft noch die Hilfsorganisationen seien ausreichend auf die veränderten Einsatz- und Bedrohungslagen vorbereitet, sagte Angelika Schorer, die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), bei einem Katastrophenschutzkongress in Deggendorf. Sie warf dem Bund vor, Zivilverteidigung und Katastrophenschutz bei seinen Planungen für ein schuldenfinanziertes Sondervermögen bislang außen vor gelassen zu haben, und forderte neue Konzepte.
„Größte Herausforderung der kommenden Jahre“
„Nicht nur in Bezug auf finanzielle Mittel, sondern auch in Bezug auf Einsatzszenarien, Einsatzmittel, Versorgung der Einheiten, Technik, Fahrzeuge und vieles mehr“, sagte Schorer laut Mitteilung.
Die Auswirkungen des Klimawandels stellten den Bevölkerungsschutz in Deutschland und weltweit vor große Herausforderungen, sagte Gerda Hasselfeldt, die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Um dieser Herausforderung auch zukünftig zu begegnen, ist eine angemessene personelle und materielle Ausstattung unerlässlich.“
Bundestags-Vizepräsidentin Andrea Lindholz als Schirmherrin erklärte die „Wiedererlangung der Zivilschutztüchtigkeit unseres Landes zur größten Herausforderung der kommenden Jahre.
Vier CSU-Politikerinnen auf der Bühne
Der Kongress in Deggendorf war nicht nur ein Rotkreuz-, sondern auch eine Art CSU-Treffen. Lindholz ist CSU-Bundestagsabgeordnete aus Aschaffenburg, DRK-Präsidentin Hasselfeldt saß bis 2017 drei Jahrzehnte für die Christsozialen im Bundestag, BRK-Präsidentin Schorer war bis 2023 CSU-Landtagsabgeordnete. Und schließlich betonte Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU), Katastrophenhilfe und Rettungsdienste seien unverzichtbare Pfeiler der Sicherheit.