XXL-Baustelle

Wichtige Pendlerstrecke über Nürnberg wird für Monate gesperrt - das ist zu den Alternativen bekannt

Minh Anh Nguyen

Online-Redaktion

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05.04.2025, 08:03 Uhr
Der Ersatzverkehr der Deutschen Bahn für die Zeit der Riedbahn-Sanierung ist startklar. Auch in Franken sollen die Busse künftig verkehren.

© Stefan Wildhirt/Deutsche Bahn AG Der Ersatzverkehr der Deutschen Bahn für die Zeit der Riedbahn-Sanierung ist startklar. Auch in Franken sollen die Busse künftig verkehren.

Bis 2030 will die DB rund 40 ausgelastete Hochleistungskorridore schrittweise sanieren. Sieben von diesen Strecken liegen in Bayern. Den Anfang macht die Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg.

Wie die Stadt Regensburg in einer Pressemitteilung mitteilt, werden während einer fünfmonatigen Sperrung von Februar bis Juni 2026 etwa 80 Kilometer Gleise, 60 Kilometer Oberleitung und 40 Weichen auf der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg erneuert.

Zudem werden der Deininger Damm bei Neumarkt sowie eine Brücke bei Burgthann saniert. Auf dem Korridor werden im ersten Halbjahr des Jahres 2026 zudem Arbeiten an zahlreichen Bahnhöfen stattfinden. Neben neuen Bahnsteigdächern und Wegeleitsystemen werden die Bahnhöfe auch um Wetterschutzhäuser und barrierefreie Ausstattung erneuert.

Wie die DB mitteilt, sollen diese Strecken in Bayern folgen:

2026

  • Nürnberg – Regensburg (88 km)
  • Obertraubling – Passau (115 km)

2027

  • München – Rosenheim (55 km)
  • Rosenheim – Salzburg (85 km)

2028

  • Würzburg – Nürnberg (95 km)

2030

  • Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen (170 km)
  • Ulm – Augsburg (92 km)

Neuer Ersatzverkehr

Um während der Bauzeit weiterhin Menschen und Güter zuverlässig ans Ziel befördern zu können, will die DB ein „leistungsstarkes Verkehrskonzept“ ausarbeiten. Dieses sieht vor, dass Fern- und Güterverkehr umgeleitet werden, während Nahverkehrszüge durch ein Ersatzangebot mit Bussen ersetzt werden. Nach einer Sperrung der Strecke Würzburg-Nürnberg konnte die DB schon im Jahr 2023 einen neuen Ersatzverkehr mit Expressbussen zwischen den größeren Bahnhöfen erproben.

Wie das Unternehmen erklärt, hatten „eine bessere Orientierung zur Ersatzverkehrshaltestelle und neue Busse mit komfortablem Einstieg auch für mobilitätseingeschränkte Reisende“ das Modell ausgezeichnet. Der neue Ersatzverkehr wurde durch zusätzliche Informations- und Serviceangebote ergänzt. „Die Reisenden waren mit dem Ersatzverkehrsangebot überwiegend zufrieden“, teilt die DB mit. 87 Prozent der Befragten hätten den neuen Ersatzverkehr als ‚sehr gut‘ oder ‚gut‘ bewertet.

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