Aufregung

Mann auf offener Straße in Franken mit Messer attackiert - Schulklasse muss alles mit ansehen

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

E-Mail zur Autorenseite

04.04.2025, 10:01 Uhr
Mann auf offener Straße in Franken mit Messer attackiert. (Symbolbild)

© IMAGO / Bihlmayerfotografie/Future Image Mann auf offener Straße in Franken mit Messer attackiert. (Symbolbild)

Am Donnerstagvormittag (03. April 2025) kam es in Bamberg laut Polizeipräsidium Oberfranken zu einem Vorfall, bei dem ein 47-jähriger Mann sich selbst mit einem Messer verletzte. Der Mann wurde anschließend festgenommen und in ein Krankenhaus eingeliefert. Zuvor entwickelte sich noch ein Streit mit einem weiteren Beteiligten.

Gegen 9.15 Uhr – so berichten es die Ermittlerinnen und Ermittler in dem Schreiben dazu weiter - fuhr der stark alkoholisierte und unter Medikamenteneinfluss stehende 47-Jährige in die Wassermannstraße, um den Ex-Lebensgefährten seiner Freundin zu treffen. Dort angekommen, entdeckte er dessen geparkten BMW und schlug daraufhin sofort mit einem Messer auf die Scheibe ein.

Als der 43-jährige Halter des Wagens aus seinem Haus trat, eskalierte die Situation: Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Angreifer dem 43-Jährigen in den Finger biss.

Zwei Polizeibeamtinnen der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt, die sich zufällig in unmittelbarer Nähe zu dem Geschehen befanden, wurden auf den Vorfall aufmerksam. Sie begleiteten hier gerade eine Schulklasse bei einer Verkehrsübung. Sofort alarmierten sie Verstärkung.

In kürzester Zeit trafen zahlreiche Polizeistreifen an der beschriebenen Örtlichkeit ein. Der 47-Jährige flüchtete im weiteren Verlauf dann in das Wohnhaus seines Kontrahenten, wo er sich mit dem Messer selbst verletzte. Am Ende konnten die Einsatzkräfte den Mann in dem Anwesen widerstandslos festnehmen.

Der 43-Jährige erlitt leichte Verletzungen und musste anschließend medizinisch versorgt werden. Der 47-Jährige wurde aufgrund seiner psychischen Ausnahmesituation in ein Krankenhaus gebracht.

Da sich der Vorfall in Sichtweite der Schulklasse ereignete, reagierten Polizei und Schule umgehend: In Abstimmung mit Jugendbeamten der Polizei wurden Kriseninterventionsteams hinzugezogen. Diese nahmen vorsorglich Kontakt zu den betroffenen Schülern auf, um über den Vorfall zu sprechen und psychologische Unterstützung anzubieten.