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Spektakuläre Großübung in Franken: Simulierte Geiselnahme in Krankenhaus - SEK umstellt Gebäude

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

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03.04.2025, 10:24 Uhr
In Franken ist es zu einer spektakulären Großübung gekommen. (Symbolbild aus dem Archiv)

© IMAGO/Heiko Becker/HMB-Media In Franken ist es zu einer spektakulären Großübung gekommen. (Symbolbild aus dem Archiv)

„Eine Geiselnahme in einem Bezirkskrankenhaus – im Ernstfall ein Horrorszenario für alle Beteiligten“ – mit diesen Worten leitet das Polizeipräsidium Oberfranken eine Pressemitteilung ein, in der es um eine spektakuläre Großübung geht, die in Franken nun stattgefunden hat.

Wie die Beamtinnen und Beamten in dem Schreiben dazu weiter mitteilen, habe man am Mittwoch (02. April 2025) gemeinsam mit der Bayreuther Polizei eine Großübung ablaufen lassen, „um noch besser auf solche Extremsituationen vorbereitet zu sein.“

Bei der Übung wurde demnach eine Geiselnahme simuliert, bei der ein Pfleger und eine Pflegerin im Bezirkskrankenhaus Bayreuth von Männern als Geiseln genommen wurden. Da dies alles andere als Routine sei, stelle die Situation für alle Beteiligten eine Ausnahmesituation dar.

Im aktuellen Übungsfall arbeiteten mehrere Einsatzkräfte sowie ein Spezialeinsatzkommando (SEK) Hand in Hand zusammen, um im Ernstfall bestmöglich reagieren zu können.

So habe die Übung mit dem Eintreffen der ersten Streifenbesatzungen begonnen, geendet habe die Aktion mit der Festnahme der Geiselnehmer durch das SEK. Während der Geiselnahme hatten die Täter Forderungen gestellt. Es seien intensive Trainingsgespräche abgelaufen, heißt es von Seiten der Polizei dazu weiter.

Einmal mehr habe eine solche Aktion gezeigt, wie wichtig die enge Kooperation zwischen Polizei und den Verantwortlichen eines Krankenhauses im Ernstfall wirklich sein könne. Ziel des Ganzen sei es gewesen, die Übung unter möglichst realistischen Bedingungen durchzuführen. Deswegen habe man im Vorfeld auch keine weiteren Informationen dazu öffentlich machen können. Man bitte die Bevölkerung hierfür um Verständnis, heißt es im Namen des Polizeipräsidiums Oberfranken dazu nun im Nachgang weiter.

Am Ende könne man hier ein insgesamt positives Fazit ziehen. Die Übung habe gezeigt, wie wichtig es sei, auf außergewöhnliche Lagen bestens vorbereitet zu sein. In einer weiteren Abschlussbesprechung werde man nun die neu gewonnenen Erfahrungen zusammenfassen, auch ein ausführlicher Erfahrungsbericht sei in Auftrag gegeben worden.