Landwirtschaft und Klimawandel
"Pflanzen ernähren die Welt" - Ausstellung im Botanischen Garten Erlangen
20.06.2023, 16:45 Uhr
Pflanzen sind die wichtigste Grundlage für die Ernährung. Die menschliche Ernährung basiert auf den vielen verschiedenen Pflanzen, die täglich genutzt werden. Ein guter Grund, um die notwendigen Voraussetzungen für den Anbau dieser Pflanzen genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die Ausstellung "Pflanzen ernähren die Welt" informiert vom 22. Juni bis 17.September im Freiland des Botanischen Gartens der Friedrich-Alexander-Universität über die Grundlagen, die für einen erfolgreichen Anbau von Nutzpflanzen notwendig sind.
Einfluss auf die Umwelt
Die thematischen Spannungsfelder Fläche, Wasser, Boden, Nährstoffe, Klima zeigen dabei anschaulich, wie wertvoll natürliche Ressourcen und Ökosystemleistungen für die Landwirtschaft sind.
Gleichzeitig hat ein intensiver Anbau starken Einfluss auf die Umwelt.
Die Ausstellungstafeln verdeutlichen einmal mehr, welcher Stellenwert Nahrung zukommen sollte und fordern dazu auf, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren. Insgesamt werden lediglich rund 5 Prozent (20 000) der bekannten Pflanzenarten für die Nahrungsproduktion genutzt. Davon werden nur 160 Arten in größerem Maßstab angebaut.
Soja und Süßkartoffeln auch in Franken
Besonders interessant sind deshalb auch Sonderkulturen, die inzwischen in Franken kultiviert werden. Hierzu gehören beispielsweise neben Soja und Süßkartoffeln auch Melonen und Artischocken.
Die pflanzliche Vielfalt umfassend für die Ernährung zu nutzen, bedeutet, offen für neue Lebensmittel und weniger bekannte Nahrungspflanzen zu sein. Das Kennenlernen alter, in Vergessenheit geratener Gemüsesorten, wie der Schwarzwurzel, gehört ebenso dazu, wie das Ausprobieren und Experimentieren mit neuen Rezepten.
Ernährung und Klimawandel
Warum besonders proteinreiche Hülsenfrüchte, wie Soja, Bohnen, Linsen oder Erbsen einen wichtigen Beitrag für die Ernährung leisten können und welche Vorteile ihr Anbau hat, kann man im Botanischen Garten in Erfahrung bringen.
Zukünftige Herausforderungen wie die Ernährung der Weltbevölkerung und der Klimawandel fordern eine Auseinandersetzung mit der Nutzung hiesiger Flächen und Innovationen in der Landwirtschaft.
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