Erster Hot-Dog-Laden in Erlangen

Sam’s Corner: Hot Dogs aus dem Fachwerkhaus

Jonas Werling

E-Mail zur Autorenseite

04.04.2025, 15:46 Uhr
Amerikanische Snacks und Hot Dogs bei Sam's Corner – wortwörtlich um die Ecke der Erlanger Uni-Bibliothek.

© Jonas Werling/VNP Amerikanische Snacks und Hot Dogs bei Sam's Corner – wortwörtlich um die Ecke der Erlanger Uni-Bibliothek.

Direkt hinter der Unibibliothek, Obere Karlstraße 4, steht ein unscheinbares Fachwerkhaus. Am Fenster ist mit Saugnäpfen ein kleines, leuchtendes „Open“-Schild angebracht. Betritt man den kleinen Steinbau, erblickt man einerseits die Balken des alten Fachwerkhauses im Inneren, andererseits kommt einem der Käsegeruch entgegen, den man auch von der Kinotheke kennt. Fast Food it is!

Der Betriebsleiter gibt an, der Imbiss sei „sehr gut angelaufen“. Seit Ende Januar ist Sam’s Corner in Erlangen zu finden, doch schon fast eineinhalb Jahren gibt es sie mit einem Standort in Fürth. Obwohl die Beschriftung noch fehle, sei der kleine Laden „gut besucht“, so der Betriebsleiter weiter, Leuchtbeschriftung, die sie sich ursprünglich gewünscht hatte, sei allerdings in der Straße wegen Denkmalschutz nicht gestattet. Und so bleibt nur das kleine „Open“-Schild im Fenster.

„Ein Franchise sind wir nicht – aber wir wollen es werden“, erklärt der Betriebsleiter. In Planung sei eine Expansion, bei der man „Gas geben“, aber sich gleichzeitig „nicht übernehmen“ wolle. Auf der Karte für die geplante Erweiterung seien vor allem Nürnberg und Herzogenaurach. Auch in Erlangen sei besonders die gute Lage ausschlaggebend gewesen. Neben der Uni-Bib, die wortwörtlich direkt ums Eck ist, war auch die Nähe zum Christian-Ernst-Gymnasium relevant für die Auswahl ihres jetzigen Standorts. Der Hauptandrang im amerikanischen Diner herrsche in der Mittagspause und nach Feierabend, zwischen 16 und 17 Uhr.

Der Betriebsleiter erklärt, sein selbstgestecktes Ziel sei, „dass Menschen zum erschwinglichen Preis satt werden“. Entweder man stellt sich eine Eigenkreation zusammen, oder wählt eine Hot Dog-Variante aus – hier gibt es zum Beispiel „Greek Style“ mit Oliven, „Bayerische Art“ mit Sauerkraut oder „The Classic“ mit Ketchup, Senf und Röstzwiebeln. Die besonderen Versionen kosten hierbei je 4,50 Euro, den Klassiker gibt es schon für 3,50 Euro und eine Wurst im Bun zum selbst zusammenstellen – mit unlimited Toppings – geht auch für 4,50 Euro über den Tresen.

Neben dem Hauptprodukt gibt es außerdem noch Nachos, Corndogs, und jede Menge amerikanische Drinks im Angebot von Sam‘s Corner. Der Betreiber ist sich sicher, eine Marktlücke gefunden zu haben, in Erlangen kenne er keinen anderen Hot Dog-Laden, in Fürth „gibt es neben uns nur IKEA“, meint er schmunzelnd.

Eine vegetarische Option gibt es bisher noch nicht im Angebot. Vor allem da „wir das passende Produkt noch nicht gefunden haben“, so der Betriebsleiter, er wiss aber natürlich, dass es in Erlangen viel Veggie-Nachfrage gebe und sie seien schon auf Produktsuche, um etwas Passendes zu finden.

Fachwerk-Balken treffen auf amerikanisches Diner. So sieht es aus im Innenraum des kleinen Hot Dog-Ladens.

Fachwerk-Balken treffen auf amerikanisches Diner. So sieht es aus im Innenraum des kleinen Hot Dog-Ladens. © Jonas Werling/VNP

Bei der Fleisch-Variante läuft es schon besser: Hier haben sie eine eigene Wurst zusammenstellen lassen. Ähnlich wie der große Konkurrent IKEA gefällt dem Betreiber auch die Idee eigener Labels für Brötchen und Soßen. Und auch ein Nachtisch sei in Planung.

Vor der Eröffnung hatten sie noch überlegt, die alten Wände und Balken zu verkleiden, den klassischen Diner-Stil vollkommen umzusetzen, jetzt ist der Betreiber froh, sich dagegen entschieden zu haben. „Die Kombination hat was“, stellt er fest. Das ist vielleicht das Spannendste an Sam’s Corner: Einen Hot Dog zu essen, in ungewöhnlich fränkischer Atmosphäre. Mit einem kleinen „Open“-Leuchtschild am Fenster.