Mit Spaß dabei auch fern der Spitze
01.09.2008, 00:00 Uhr
Zwar haben sich die Zuschauer am herrlichen Badewetter erst gegen Abend richtig zahlreich an der Hauptstraße eingefunden und angeheizt von Willi Wahl den Schnellsten zugejubelt. Aber weil sich vorher Hunderte auf die Spaß- und Nachwuchsstrecken zwischen einer und vier Runden zu je 975 Metern begeben hatten, waren auch Firmen-, Schüler- und Bambinilauf, nicht zu vergessen der neue «Herzi Run» Erfolge. Der Teilnehmer-Rückgang vom letzten Jahr ist wettgemacht.
Und wer die Schülerläufe über vier Runden verfolgte, bekam einiges geboten. Wie bei den B-Schülern der junge Nico Gröger vom TSV Ipsheim in 14:18 Min., dicht gefolgt von Jonas Geiger vom TSV Brendlorenzen (14:25) technisch elegant die Mitläufer aus der nächst höheren Altersklasse um fast eine Minute distanzierte, zeigt, dass echte Talente mit Option auf Spitzenklasse unterwegs waren.
Die Schüler-A-Wertung entschied Roman Penner vom TSV Mönchröden in 15:09 Min. für sich, gefolgt von David Spenger aus Hammerbach in 16:34 und Micha Schmiedl vom TSV Ipsheim (17:07). Schülerinnen waren nur zwei am Start. Nicos Schwester Julia Gröger komplettierte den Familienerfolg der Ipsheimer in der Altersklasse B mit 19:46 Min., gefolgt von Tina Scheller von der gastgebenden Turnerschaft in 20:42.
Spaß haben sie bestimmt gehabt, vielleicht aber nicht ganz so großen wie die 35 Teilnehmer am «zeitlosen» Herzi Run. Die Runde ohne Zeitmessung sah zum Beispiel eine entspannt winkende zweite Bürgermeisterin Renate Schroff, das TSH-Läufer-Urgestein Hans Detzel, der sich mit seinen 80 Jahren nach gerade überstandener Krankheit wieder auf eine Laufbahn gewagt hat.
Oder Laura und Pauline Beyer aus Röttenbach. Die Zwillinge heimsten den Beifall entspannt zurückgelehnt ein: Mama Anja, später Siegerin der AK 30 im Hobbylauf, schob sie im Zwillingskinderwagen durch das «Rennen».
Erheblich verbissener die Bambini: Bis auf den kleinen Carlsson schenkten sie sich auf 375 harten Metern nichts. Carlsson, Geburtsjahrgang 2007, dagegen kam es eher darauf an zu zeigen, dass er schon laufen kann. An der Hand des Vaters gehörte ihm die Show.
Beim Firmen- und Hobbylauf hatten einige Spitzenleute zu Gunsten des guten Zwecks (siehe Bericht im Lokalen) das Trikot ihres Arbeitgebers übergestreift, manche, um im Hauptlauf noch einmal anzutreten.
Entsprechend hoch das Tempo. Markus Unsleber vom Schaeffler Team kam zeitgleich mit TSH-Mann Norbert Stadter (diesmal für Siemens) nach 13:16 Min. ins Ziel, als Dritter lief Patrick Heil vom adidas running club nach 13:37 Min. ein. Bei den Frauen vorn: Anja Beyer (Siemens) in 17:31 vor Ella Derfuss (Tintschl-Gruppe Erlangen) in 17:54 und Sabine Siebenhaar vom Ramada Hotel-Team (19:14).
Siemens Standard Drives sicherte sich die Teamwertung vor dem Schaeffler Team und der Belegschaft der Burgebracher Elektrofirma Ludwig.
«Die gehörten eigentlich in den Spitzenlauf», kritisierten einige die Schnellsten der «Langsameren» über die lange Distanz von acht Runden oder 7800 Metern. Denn der so genannte Fun Run, also Spaßlauf, kam fast an die Spitzenzeiten heran. Hier vorn der Höchstadter Andreas Raber in 30:45, knapp gefolgt von Marc Hupka (30:46) und Karlheinz Kipp (31:51).
Eindrucksvoll Carole Williamson, die sich trotz Magenproblemen die Spitze bei den Frauen und die der Altersklasse W 45 nicht nehmen ließ (33:09). Gabi Bastian (Vorra) wurde Zweite im «kleinen Finale» (33:14) vor Bianca Bucher von adidas (33:28).
Und weil Herzogenaurach an sich eine Welt-Kleinstadt ist, lief sogar ein Japaner mit: Hagio Kohei für adidas. Bei einem Athleten-Namen musste selbst Kenner Willi Wahl zwei Mal ansetzen: Kamalakannan Anantharaman hielt acht Runden durch.