Kaum Regen in Sicht
Meldestufe niedrig: Zwei beliebte fränkische Stauseen laufen langsam leer
19.08.2022, 17:42 Uhr
Seit 15. und 16. August gilt im Großen Brombachsee sowie im Rothsee die Meldestufe "niedrig". Das heißt konkret: Mehr als die Hälfte der Wassermenge, die abgelassen werden kann, ist bereits in den angrenzenden Flüssen wie Regnitz, Pegnitz oder Schwarzach aber auch in den Main-Donau-Kanal geflossen - damit diese nicht austrocknen.
Genau aus diesem Grund wurde ab den 1970-er Jahren das Fränkische Seenland mit den riesigen Stauseen Roth-, Brombach- und Altmühlsee geplant und in den 1980-er Jahren umgesetzt. Der regenärmere Norden wird seitdem mit Wasser aus dem Süden beliefert. Das Wasser in den Speicherseen für Sommer wie diese gesammelt.
Rund 150 Millionen Kubikmeter Donau- und Altmühlwasser gelangen jedes Jahr über das Fränkische Seenland in Regnitz und Main. Dafür gibt es zwei voneinander unabhängige Systeme: die Überleitung über den Main-Donau-Kanal und den Rothsee sowie die Brombachseeüberleitung mit dem Großen und Kleinen Brombachsee, dem Igelsbachsee sowie dem Altmühlsee und dem Altmühlüberleiter. Beide Systeme überwinden die europäische Hauptwasserscheide. Sie verhindern zu niedrige Wasserpegel im Norden und sorgen gleichzeitig gegen sommerliche Überschwemmungen im mittleren Altmühltal vor.
Um zu signalisieren, wieviel Wasser in den Speichern vorhanden ist, gibt es vom WWA vier Meldestufen:
- kein Niedrigwasser besteht, wenn der See zwischen 100 und 50 Prozent der Wassermenge hat, die er abgeben kann.
- Wenn nur noch zwischen 50 bis 25 Prozent der Wassermenge vorhanden ist, gilt ein niedriger Füllstand.
- Ab unter 25 Prozent gilt die Warnstufe sehr niedrig.
- Wenn der Wasserstand am Großen Brombachsee unter die Marke von 403,5m über NN sinkt, spricht das WWA von einem neuen Niedrigstwert. Stand 18. August, liegt der Wert am Brombachsee bei 406,74m über NN.
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