Roland Flauger mit großem Feuerwehrehrenzeichen gewürdigt

15.09.2019, 13:51 Uhr
Roland Flauger mit großem Feuerwehrehrenzeichen gewürdigt

© Harald Munzinger

Dieser endete offiziell nach Gesetzeslage wenige Tage zuvor am 65. Geburtstag. So gab es am „Übungsfreitag“ im großen Kameradschaftskreis doppelten Anlass, einem Mann zu gratulieren, für den ein Leben ohne Feuerwehr undenkbar war und bleibt, und der als erster im Landkreis und einer von wenigen in Bayern 50 Jahre aktiven Dienst zum Wohl der Allgemeinheit leistete.

Sowohl Kommandant Michael Schöner, der Roland Flauger mit einem speziell für ihn gefertigten „Festtagshelm“ überraschte, als auch Kreisbrandrat Alfred Tilz und Erster Bürgermeister Klaus Meier würdigten die herausragende Leistung, 50 Jahre zu jeder Tages- und Nachtzeit an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit und immer zur Stelle gewesen zu sein, wenn es Menschenleben zu retten, Hab und Gut zu schützen galt. Für Einsätze, Übungen und Fortbildung bedeuteten dies unzählige Stunden der Lebenszeit für den Nächsten – und das ehrenamtlich, uneigennützig.

Feuer für Feuerwehr entfacht

Minutenlanger Beifall würdigte den Mann, der als Jugendlicher die 1969 vom damaligen Kommandanten und heutigen Ehrenkreisbrandrat Gerhard Dollinger initiierte erste Jugendfeuerwehr im Landkreis mit aus der Taufe hob. Dies sollte in ihm das Feuer für die Feuerwehr entfachen, das nicht nur loderte, wenn in Neustadt und Umgebung schnelle Hilfe zu leisten war. Auch überregional war Roland Flauger in der ersten Reihe, wie etwa beim Jahrhunderthochwasser in Dresden.

Viel Ehre bewegte an dem besonderen Übungsabend den bescheidenen Jubilar, der „auf 50 Jahre Ehrenamt verdammt stolz“ sein könne, „für die Stadt Gold wert“ gewesen sei und die „Geschichte des aktiven Feuerwehrmannes“ geschrieben habe, wie es in den Würdigungen für den „selbstlosen Einsatz zum Wohl der Bevölkerung“ ausgeführt wurde. Dafür habe er auch an seinem Arbeitsplatz in Diespeck „alles andere fallen lassen“, schilderte Bürgermeister Meier das bewundernswerte Pflichtbewusstsein von Roland Flauger, auf den „stets nicht hundert- sondern tausendprozentig Verlass“ gewesen sei.

So schaut ein Vorbild aus

Roland Flauger mit großem Feuerwehrehrenzeichen gewürdigt

© Harald Munzinger

„So schaut das Vorbild für die Jugend aus“ rief das Stadtoberhaupt in die vollbesetzte Fahrzeughalle. Und Kreisbrandrat Alfred Tilz unterstrich diese Rolle damit, dass es nur wenige Feuerwehrkameraden in Bayern mit 50 Dienstjahren gebe. Beide hoben Roland Flaugers vorbildliche Leistung auch bei einer Ehrungsveranstaltung für verdienstvolle Feuerwehrkräfte im Rathaus heraus, wo er mit dem großen Feuerwehrehrenzeichen die höchste Anerkennung erfuhr, auf die von der Stadt mit der Verleihung ihres Silberbarrens noch „das Sahnehäubchen“ gesetzt werden sollte, wie es Bürgermeister Klaus Meier ausführte.

Der zeigte sich stolz auf solch engagierte Mitbürger. Stellvertretender Landrat Bernd Schnizlein sprach von den „Helden des Alltages“ und unterstrich seinen Dank und Respekt sowie die Anerkennung mit der Feststellung, dass heute eine solche Solidarität nicht mehr selbstverständlich sei. Roland Flauger machte deutlich, dass es auch nach der Verabschiedung aus dem aktiven Dienst „ohne Feuerwehr nicht geht“. So wird er sich überall dort einbringen, wo er sich nützlich machen kann. Warum nicht bei der Bauaufsicht für das neue Feuerwehrhaus, wie er dieses schmunzelnd als seinen Herzenswunsch ansprach. Dieser werde erfüllt, sicherte ihm Bürgermeister Meier zu, „und wenn ich selbst zum Söder nach München fahren muss“.

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