Sieben engagierte Landkreisbürger in München ausgezeichnet
21.12.2018, 19:38 Uhr
Dort nahm der Ministerpräsident erstmals die feierliche Verleihung der Ehrenzeichen vor. Dieses gilt als "ein sichtbares äußeres Zeichen des öffentlichen Dankes für langjährige hervorragende Leistungen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich uneigennützig in den Dienst der Allgemeinheit stellen". Verliehen wird das Ehrenzeichen für die aktive Tätigkeit und hervorragende Verdienste in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen. Den Geehrten aus dem Landkreis gratulierte Landrat Weiß in der Residenz und dankte für ihr persönliches Engagement. Aus dem Landkreis geehrt wurden Georg Drummer, Sigrid Kolb, Grete Lang-Kareth, Friedrich Pieler Erika Schmidt Leonhard Schuh und Hildegard Simon.
Georg Drummer (Markt Bibart) fördert seit vielen Jahren das kulturelle Leben in seiner Heimat. 17 Jahre (1971 – 1988) war er Mitglied der Kirchenverwaltung der Katholischen Pfarrgemeinde Markt Bibart und leitete viele Jahre den Kirchenchor. Ins Leben rief er den Chor "Collegium vocale". Bis heute ist er in Markt Bibart und im Kloster Schwarzenberg ein geschätzter Organist und hält auch historische Vorträge. Im Jahr 1996 war er Gründungsmitglied des Heimat- und Kulturvereins Markt Bibart, brachte sich zwölf Jahre als Beisitzer ein und organisierte unter anderem viele Theaterreisen. Im Jahr 2002 entstand auf seine Initiative die Kulturreihe „Schätze der Heimat“. Von 2002 bis 2008 war er außerdem Gemeinderatsmitglied und in den Jahren 2015/2016 gab er ehrenamtlich Sprachkurse für Flüchtlinge.
Kolbs gelebte Solidarität
Sigrid Kolb (Neustadt) ist durch ihre gelebte Solidarität für viele Menschen eine große Hilfe und Vorbild. Seit 1967 ist sie aktives Gewerkschaftsmitglied (zunächst bei ÖFV, die sich 2001 zu ver.di zusammenschloss). Seit 2001 ist sie beispielsweise Mitglied im Vorstand des ver.di Ortsvereins Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Seit 1995 ist Sigrid Kolb außerdem ehrenamtlich für den Frauennotruf des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim im Einsatz. Daneben hilft sie seit 2012 bei Aktionen des Seniorenrates der Stadt Neustadt. Auch beim BRK ist sie ehrenamtlich aktiv: seit 2010 im Rot-Kreuz-Laden in Neustadt und seit 2017 als Vertreterin der Gemeinschaft „Wohlfahrt- und Sozialarbeit“ in der BRK-Kreisvorstandschaft.
Schon halbes Jahrhundert aktiv
Grete Lang-Kareth (Wiebelsheim) ist immer da, wenn sie gebraucht wird. So engagiert sie sich seit einem halben Jahrhundert in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde. Von Weltgebetstagen, über Kindergottesdienste, als Kirchenvorsteherin, Vertrauensfrau, Seniorennachmittagen bis hin zu Lesungen in Gottesdiensten hat sie bereits viele Dienste ausgeübt. Von 1982 bis 1992 brachte sie sich außerdem als Ortsbäuerin im Dorfleben ein und veranstaltete Aktionen in der Winterzeit. Von 1985 bis 2003 sang sie beim Landfrauenchor im Landkreis und übernahm fünf Jahre, bis 2008 deren Leitung. Von 1996 bis 2002 war sie daneben Mitglied im Ortsbeirat Wiebelsheim.
Seit über 30 Jahren leitet sie den Fröhlichen Singkreis Wiebelsheim, den sie 1987 gegründet hat und seitdem regional das kulturelle Leben bereichert. Friedrich Pieler (Altenbuch) übt jedes seiner Ehrenämter mit voller Hingabe aus. 40 Jahre war er erster Vorstand des Kleintierzuchtvereins Gerhardshofen und Umgebung e. V. Dabei hat er insbesondere die Jugendarbeit vorangetrieben. Neben den jährlichen Lokalschauen kümmerte er sich um fünf Kreisschauen und die Organisation von Vereinsausflügen und -festen. Auch das Gerhardshofener Dorffest organisierte er mit. Darüber hinaus brachte sich Fritz Pieler über 25 Jahre als aktiver Feuerwehrkamerad in verschiedenen Funktionen ein. Von 1992 bis 2002 vertrat als Ortssprecher von Altenbuch die Belange der Einwohner. Seit 2015 ist er ferner als Siebener in der Gemarkung Göttelhöf-Altenbuch aktiv.
Äußerst sozial engagierte Bürgerin
Erika Schmidt (Scheinfeld) wurde als "eine äußerst sozial engagierte Bürgerin" geehrt. Seit 1991 ist sie ehrenamtliche Mitarbeiterin des Frauennotrufs des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und steht Frauen in Not mit Rat und Tat zur Seite. Auch den Diakonieverein Scheinfeld und Umgebung e. V. unterstützt Erika Schmidt seit 1991. Neben spontanen Hilfen arbeitet sie seit 2016 ehrenamtlich im Sozialkaufhaus "Komm rein" des Diakonievereins mit. Bei der Rumänienhilfe e. V. engagiert sie sich als Beisitzerin und Kassiererin. Vom Sortieren gespendeter Kleider und Schuhen bis hin zur Mitfahrt nach Rumänien ist sie stets bereit Aufgaben zu übernehmen. Auch in der evangelischen Kirchengemeinde ist Erika Schmidt aktiv. Seit gut 20 Jahren leitet sie Seniorentreffen in Schnodsenbach und Scheinfeld. Aber auch Fahrdienste, der Weltgebetstag und die Mitarbeit im Missionskreis des Dekanats Markt Einersheim gehört für sie dazu. Im Rahmen der Initiative "Scheinfeld ist bunt" engagierte sich Erika Schmidt in den Jahren 2015 und 2016 bei der Versorgung von Flüchtlingen im Scheinfelder Notaufnahmelager.
Seit 2016 ist sie Teil eines "Frauenkaffees" mit deutschen und geflüchteten Frauen. Leonhard Schuh (Unternzenn) ist ein Mensch, der sich ohne viel zu Fragen um Dinge kümmert. Im Jahr 1984 übernahm er das Amt des Kassier und Beisitzers für die Jagdgenossenschaft Oberaltenbernheim/Unternzenn. Seit 2006 stellt er sich als Rechnungsprüfer zur Verfügung. 1988 wurde er das erste Mal in den Kirchenvorstand gewählt. Während der 18 Jahre hat immer mit zugefasst, wenn es etwas zu tun gab. Zum Beispiel hat er den Friedhofsweg gebaut, den Brunnen repariert und hilft beim Auflösen von Gräbern. Seit etwa zwei Jahren ist er offizieller Ansprechpartner für den Friedhof. Auch in der politischen Gemeinde brachte er sich viele Jahre tatkräftig ein: Von 1990 bis 1996 war er Ortssprecher von Unternzenn und anschließend bis 2008 Mitglied des Marktgemeinderates Obernzenn. In dieser Zeit hat er unter anderem den Löschweiher mit weiteren Unternzennern wieder funktionsfähig gemacht. 36 Jahre war er darüber hinaus bei der lokalen Feuerwehr aktiv. Auch als Siebener bringt er sich seit 23 Jahren zum Wohl der Allgemeinheit ein.
Einsatz für Wohl der Allgemeinheit
Hildegard Simon (Scheinfeld) setzt sich in hohem Maße ehrenamtlich für das Wohl der Allgemeinheit und aktiv gegen Ungerechtigkeiten ein. Vor 34 Jahren zog Hildegard Simon in den Stadtrat von Scheinfeld ein. Davon war sie sechs Jahre in der Gemeinschaftsversammlung vertreten. 1996 bis 2014 wirkte sie als Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Seit 2008 ist sie dritte Bürgermeisterin. Im Jahr 2014 übernahm sie außerdem das Amt der Seniorenbeauftragten und ein Jahr später wurde sie Sprecherin der Nachbarschaftshilfe in Scheinfeld. Auf Landkreisebene gehört sie seit 28 Jahren dem Kreistag an. Von 1996 bis 2005 war sie stellvertretende SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende, von 2005 bis 2014 schließlich Vorsitzende. Seit 1996 engagiert sie sich ferner als ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Frauennotruf des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Daneben arbeitet sie in einem Bündnis für Arbeit und Soziales mit. Auf Landesebene vertrat sie das erste Mal im Jahr 1998 die Bevölkerung im bayerischen Landtag. Ein zweites Mal war sie von 2002 bis 2003 Mitglied des Landtags. In der SPD in Scheinfeld war sie im Jahr 1989 Vorreiterin und gründete die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF).
Bis 2000 war sie deren Vorsitzende. Von 1996 bis 2011 war sie außerdem als Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes unterwegs. Den SPD-Kreisverband vertrat sie von 1993 bis 2010 als stellvertretende Vorsitzende. Während ihres jahrzehntelangen politischen Wirkens hat sich Hildegard Simon allen voran für sozial Schwache, Kinder, Frauen, Behinderte und Senioren stark gemacht. Sie hat die Problematik „Gewalt an Frauen und Kindern“ an die Öffentlichkeit getragen und die Politik für dieses Thema sensibilisiert. Neben ihrem wichtigen politischen Wirken ist Hildegard Simon seit 1988 ehrenamtlich als Revisorin für den Partnerschaftsverein der Stadt Scheinfeld mit Beaulieu in Frankreich tätig. "Seit 1993 ist sie eine sehr zuverlässige ehrenamtliche Richterin im Sozialgericht Nürnberg, wo sie hauptsächlich in Schwerbehindertenangelegenheiten zu Rate gezogen wird", für die sie sich auch besonders im Sozialverband VdK engagiert, wie zur Ehrung ausgeführt wird. Dem Kreisverband dient sie seit 1990 als Revisorin. Von 1990 bis 2001 war sie zusätzlich Kassiererin im Ortsverband Scheinfeld. Dort wurde sie im Jahr 2014 zur Ortsvorsitzenden gewählt. Im Kreisverband bringt sie sich seit 2017 auch noch als Beisitzerin mit ihrem Erfahrungsschatz ein. Weitere Verantwortung trägt sie ferner seit 2008 im "Isumuya Welt-Laden e.V." in Scheinfeld als stellvertretende Vorsitzende.
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