Beschaffung erwies sich als schwierig
Gegen Coronaviren: Luftreinigungsgeräte für Neustädter Kitas
13.01.2022, 17:57 UhrGute Nachrichten hatte amtierender Bürgermeister Peter Holzmann für den Stadtrat: Die ersten Gerätschaften zur Verbesserung des Infektionsschutzes in Schulen und Kindertagesstätten sind eingetroffen und können in Kürze installiert werden.
Besonders darüber freuen konnte sich Dritte Bürgermeisterin Heike Gareis, die mit Kollegen der SPD-Fraktion den Anstoß zu deren Beschaffung gegeben hatte und im zweiten Anlauf dafür eine Stadtratsmehrheit erreichen konnte.
Schauerheimer profitieren mit als Erste
Zunächst können mit mobilen Luftreinigungsgeräten ein Raum im „Schlosskindergarten“, acht Räume im Schauerheimer Kindergarten „Kleine Welt“ sowie drei bei der Mittagsbetreuung in der Ansbacher Straße ausgestattet werden. Die geprüfte Bruttoauftragssumme liegt nach der Auskunft von Bürgermeister Holzmann mit 48.880,44 Euro „im Bereich der Kostenschätzung aus der Voruntersuchung“.
Geliefert wurden die Luftreinigungsgeräte von einer Passauer Firma. Sie werden nur in Räume eingesetzt, „die durch RLT-Anlagen nicht ausreichend mit Frischluft aus den Vorgaben der Förderrichtlinien oder aus sonstigen baulichen Zwängen versorgt werden können“.
Keine Firma gibt ein Angebot ab
Wie bei den mobilen Luftreinigungsgeräten gestaltete sich auch die Beschaffung von „Raumtechnischen Anlagen“ für die „Mittelschule am Turm“, den „Schlosskindergarten“, die „Kinderkrippe Hasennest“ und die Comenius-Grundschule als schwierig. Nachdem sich keine Firmen um die Teilnahme zur Angebotsabgabe beworben hatte, wurden sieben Firmen ausgewählt und jeweils zur Angebotsabgabe eingeladen.
Für die Mittelschule haben drei Firmen ein Angebot eingereicht. Das wirtschaftlichste machte mit 349.674,29 Euro ein Klimatechnik-Unternehmen aus Schnelldorf-Hilpertsweiler und lag damit unterhalb der Kostenschätzung aus der Voruntersuchung mit zirka 375.000 Euro.
Für „Raumtechnische Anlagen“ im „Schlosskindergarten“ waren zwei Angebote eingegangen, deren günstigstes von einem Haustechnik-Unternehmen aus Burgbernheim mit 41.520,05 Euro über der Kostenschätzung mit rund 35.650,00 Euro liegt. Ebenfalls teurer als mit 106.950 Euro veranschlagt, fällt das mit 121,749,69 Euro günstige Angebot für die Anlagen in der „Kinderkrippe Hasennest“ aus.
Günstiger hingegen als die 267.375 Euro der Kostenschätzung fiel das Angebot des Unternehmens aus Schnelldorf-Hilpertsweiler aus, das die Anlagen in der Comenius-Grundschule für 251.180,49 Euro anbietet.
Weniger Kosten als erwartet
Das Fazit von Zweitem Bürgermeister Peter Holzmann: „Insgesamt liegen die kostenintensiven Vorhaben Mittelschule am Turm und Comenius-Grundschule so weit unter dem Kostenanschlag aus der Voruntersuchung, dass die Kostensteigerung gegenüber der Voruntersuchung für die „Kinderkrippe Hasennest“ und den „Schlosskindergarten“ aufgefangen wurde. In der Gesamtschau für die RLT-Anlagen aller vier Einrichtungen wurden die Kostenschätzungen der Voruntersuchung vom Herbst 2021 um 20.850,48 € durch die bisher vergebenen Aufträge unterschritten“.
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