Silber für Werner Wegner

Preise und Medaillen für Engagement im Ehrenamt

18.05.2022, 05:20 Uhr
Preise und Medaillen für Engagement im Ehrenamt

© Foto: Klaus Trenz

Rund 29 Millionen Menschen seien in Deutschland, in Bayern 5,2 Millionen Menschen ehrenamtlich tätig, rechnete er vor. Das gehe von Jugend- und Frauenarbeit, Senioren- und Familienbereich über Sport, Kultur, Rettungswesen bis zur Politik. "Der Empfang heute soll unsere Wertschätzung Ihres Einsatzes für unsere Stadt zum Ausdruck bringen", so Nierhoff.

Er lobte, dass Verantwortung übernommen werde, sich für andere und damit für das Gemeinwohl eingesetzt werde. "Ehrenamtliche arbeiten ohne Geld – aber nicht umsonst", heiße es. Der Bürgermeister äußerte seine Hoffnung, dass das beispielhafte Handeln der Ehrenamtlichen für andere Bürger eine Vorbildwirkung habe, sich ebenfalls freiwillig ehrenamtlich zu engagieren.

Preise und Medaillen für Engagement im Ehrenamt

© Foto: Klaus Trenz

In jeweils einer Laudatio verdeutlichte Nierhoff das Engagement der Geehrten. So von Werner Wegner aus Troschenreuth, der mit der Silbernen Bürgermedaille für sein langjähriges Wirken für das Vereinsleben ausgezeichnet wurde. "In der Pegnitzer Schützenwelt, im Schützengau Pegnitzgrund und über dessen Grenzen hinweg ist er bekannt und nicht mehr wegzudenken", sagte er.

Wegner begann seine ehrenamtliche Tätigkeit bereits 1988 beim Zimmerstutzenverein Troschenreuth als erster Schützenmeister, was er bis heute ist. "Einen Vereinsvorsitzenden, der seit 34 Jahren Verantwortung übernimmt", so Nierhoff, "findet man im gesamten Landkreis wohl nicht." Die Organisation des zehnjährigen Wiedergründungsfestes, Böllerschützen und Gauböllerschützentreffen gehörten ebenso zu seinen Aktivitäten wie das Nordbayerische Böllerschützentreffen 2010.

Wegner sei es immer wichtig, seinen Mitgliedern eine bestmögliche Schießausstattung zu bieten. Neben seinem Amt als Schütenmeister in Troschenreuth ist Wegner seit 2012 auch Schützenmeister der Schießsportvereinigung Pegnitzgrund, war sechs Jahre Gaujugendleiter und ist aktuell stellvertretender Gauschützenmeister. Auch als aktiver Schütze ist er erfolgreich, wurde Stadtschützenkönig, Schützenkaiser des Zimmerstutzenvereins, zweimal Schützenkönig und viermal Vereinsmeister.

Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Dazu gehören die Sportlerehrungen der Stadt Pegnitz sowie des Landkreises, das Große Ehrenzeichen in Silber des Bayerischen Sportschützenbundes genauso wie das Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Schützenbundes sowie das Böllerschützenehrenzeichen in Silber des Bayerischen Sportschützenbundes.

"Werner Wegner kann Generationen verbinden, wird wertgeschätzt von Jung und Alt, steht für Brauchtum, Tradition und Moderne, ihm ist Geselligkeit genauso wichtig wie der Schützensport selbst", hob der Bürgermeister hervor.

"Die Auszeichnung ist eine Riesenüberraschung für mich", sagte der Geehrte im Vorfeld auf Nachfrage. Er habe nicht damit gerechnet. Aber es gehöre für ihn immer die Mannschaft dazu, einer alleine könne das alles nicht ausrichten. Er sei aber stolz, das gerade sein Engagement für die Jugend honoriert werde. Dazu gehört, dass er die Troschenreuther Zimmerstutzen in der Vergangenheit mit acht elektronischen Schießständen für Luftgewehr und Luftpistole sowie zwei Ständen für Lichtgewehr ausstatten ließ.

Die Silberne Bürgermedaille für 18-jährige Tätigkeit im Stadtrat wurde an die ehemaligen Stadträte Günter Bauer, Werner Mildner und Karl-Heinz Rödel sowie den noch amtierenden Stadtrat Rainer Dippe verliehen.

Preise und Medaillen für Engagement im Ehrenamt

© Foto: Klaus Trenz

Und schließlich gab es die Goldene Bürgermedaille noch zwei Mal. "Für 30-jährige Tätigkeit im Stadtrat Pegnitz ehren wir Karl Lothes und Uwe Raab", sagte Nierhoff. Auf Grund ihres Verhaltens und Wirkens als Mitglied des Stadtrates Pegnitz haben sie sich hohe Verdienste um die Stadt erworben.

Die Ehrung von Uwe Raab hatte im Vorfeld für einige heftige Diskussionen im aktuellen Stadtrat gesorgt. Manche Gremiumsmitglieder hatte die geplante Auszeichnung für den früheren Bürgermeister gestört, der seit 30 Jahren dem Stadtrat angehörte und davon acht Jahre als Bürgermeister im Amt war. Ein Grund des Anstoßes war: Altbürgermeister Manfred Thümmler (CSU) hatte 2008 nach dem Ende seiner 30-jährigen Amtszeit keine solche Ehrerweisung bekommen.

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