Zur Hunderettung nicht alarmiert
01.03.2010, 00:00 Uhr «Den Hund hätten wir auch noch selbst retten können», meinte Ziegler, zumal der Hundebesitzer noch dazu Mitglied der Feuerwehr Willenberg gewesen sei. Ziegler kritisierte auch, wie der Einsatz der Pegnitzer Feuerwehrleute abgelaufen war. Sie rückten angeblich an und klaubten den Holzstoß ab, unter dem dann der Hund lag. «Das war’s dann», sagte Ziegler, der sich wunderte, wieso dazu kein Tierarzt alarmiert wurde.
Holz wie Hund seien dann einfach liegen gelassen worden, so der Willenberger Feuerwehrmann. Kreisbrandmeister Andreas Mahlert erklärte dazu, dass die Meldung vermutlich von der Autobahnrastanlage kam, für die die Pegnitzer Feuerwehr zuständig sei. Normalerweise, so Mahlert, werde aber immer die Ortsfeuerwehr mitalarmiert. In der Einsatzzentrale sei dies aber offenbar nicht ersichtlich gewesen.
Ansonsten konnte Kommandant und Vorsitzender Alfred Bauer von einem eher ruhigen Einsatzjahr für die 18 aktiven Willenberger Feuerwehrleute berichten. Ausrüstungsgegenstände wurden bei der Stadt Pegnitz nicht beantragt und Betriebs- sowie Unterhaltskosten fielen auch kaum an. Gedacht wurde des verstorbenen Kameraden Herbert Kausler. Kassier Günther Weiss konnte einstimmig entlastet werden.
Kein Ernstfall
Insgesamt wurden sieben Übungen abgehalten, ein Ernstfall war nicht zu verzeichnen. Beteiligt hatte sich die Wehr am Volkstrauertag in Pegnitz, und Vereinshöhepunkt war das Grillfest am Gerätehaus. Der Kommandant dankte Gerätewart Walter Steger von der Stadt Pegnitz für das unkomplizierte Tauschen der Schläuche nach den Übungen. Sein Dank galt auch Hans Diersch für die Bereitstellung des Traktors samt Kraftstoff.
Heuer geplant sind wieder die Gemeinschaftsübungen mit den Wehren aus Willenberg, Neudorf und Hainbronn sowie der Besuch des Stadtfeuerwehrtages in Troschenreuth, der dort zusammen mit der Gerätehauseinweihung vom 3. bis 6. Juni gefeiert wird.
Stadtrat Karl-Heinz Rödl überbrachte die Grüße des Bürgermeisters und bezeichnete die Feuerwehr Willenberg als «rührige Wehr». Als einziger Verein im Ort sei sie auch der Kulturträger von Willenberg, so Rödl, der dankte, dass bei der Stadt Pegnitz keine Ausrüstungsgegenstände beantragt wurden. Dies zeuge laut Rödl von «großer Vernunft».
In drei Jahren kann die Feuerwehr Willenberg dann ihr 100-jähriges Jubiläum feiern. Auch KBM Mahlert betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Willenberg hervorragend sei.