Noch eine Frage offen
31.05.2011, 08:53 Uhr
Im Tabellenkeller ist indes alles klar. Auf Grund ihrer Niederlage gegen Kammerstein muss die Reserve des FV Wendelstein (neben Büchenbach II) direkt in die A-Klasse absteigen. Weil die FVler am letzten Spieltag spielfrei sind, können sie den SC Großschwarzenlohe II nicht mehr vom Relegationsplatz verdrängen. Aber auch der SCG kann sich nach der Pleite in Kornburg nicht mehr verbessern.
SV Rednitzhembach — SpVgg Roth II 2:1 (0:1). Zwei grundverschiedene Halbzeiten. Waren die Gäste in Durchgang eins absolut Chef im Ring und hätten durchaus höher als 1:0 (Florian Weißauer in der 27. Minute) führen können, so rissen sich die „Hembis“ nach Wiederbeginn doch noch einmal zusammen und drehten das Spiel. Freilich mit ein wenig Glück. Kevin Schmidt sorgte Mitte des zweiten Durchgangs für den Ausgleich und der Siegtreffer fiel durch einen eher zweifelhaften Foulelfmeter. Schäf wurde zwar von den Beinen geholt, doch verlegte der Unparteiische den „Tatort“ in den Strafraum hinein. Matin Öztürk ließ sich aber nicht zwei Mal bitten und verwandelte sicher.
SV Unterreichenbach – TSV Rothaurach 1:2 (0:0). Déjà-vu-Erlebnis für die „Urus“: Wie in der Vorwoche verloren sie auch gegen Rothaurach durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Glück im Unglück, dass auf Grund der Großschwarzenloher Niederlage der Klassenerhalt gesichert ist. Die Partie startete furios. Zunächst konnte Keeper Tobias Pfann einen abgefälschten Freistoß mit einem tollen Reflex gerade noch parieren (2.). Auf der anderen Seite vergaben Franz Weber (3.) und Franz Engelhardt (5.) gute Möglichkeiten. In der 9. Minute zielte Zimmet frei vor dem Tor daneben. In der 13. Minute hatte sich Franz Weber nicht im Zaum und erhielt zunächst Gelb wegen Meckerns und gleich darauf Gelb-Rot. In der Folgezeit verflachte die Partie zusehends.
Nach Wiederanpfiff hatten die kämpferisch überzeugenden „Urus“ sogar die besseren Chancen. So verfehlte ein Schlenzer von Conny Kleen nur knapp sein Ziel (47.). Und Tobias Seidl scheiterte aus sehr spitzem Winkel am Gästeschlussmann (62.). Aus heiterem Himmel in der 74. Minute das 0:1 durch Rachel. Nur 120 Sekunden später fast das 0:2 durch Rachel. Die „Urus“ steckten aber nicht auf und glichen in der 80. Minute mit einem Traumtor aus: Nach Kopfballvorlage von Alexander Kalkmann traf Conny Kleen per Seitfallzieher. Als drei Minuten später auch noch André Müller mit Gelbrot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, warfen die Gäste alles nach vorne. In der Nachspielzeit dann der bittere Knockout für die nun in doppelter Unterzahl kämpfenden „Urus“. Tobias Pfann brachte den Ball nach einem Freistoß nicht weit genug aus der Gefahrenzone, Zimmet traf durch Freund und Feind zum 2:1.
SV Unterreichenbach: Pfann, Falke, Seemann, Trutschel, Jordan, Bergmann (Kalkmann), Seidl, Kleen, Engelhardt, A. Müller, Weber.
TSV Kornburg II – SC Großschwarzenlohe II 6:3 (2:1). Neun Tore in diesem Derby, acht davon erzielten Kornburger Akteure. Die BOL-Reserve startete schwungvoll. In der 3. Minute die Führung durch Kai Edenharter aus 16 Metern nach schöner Vorarbeit von David Tsiramua, zwei Minuten später ließ Christian Wolf Torwart Steffen Hefele keine Chance, als er allein auf dessen Tor zulief. In der zehnten Minute der Anschlusstreffer der Gäste, erzielt durch Bastian Först, der seinen eigenen Torwart Johann Selenski mit einem schönen Heber überraschte. Und der Ausgleich lag in der Luft, hätte nicht Andreas Stellwag zwei „100-Prozentige“ der Gäste vereitelt (15., 18.). Danach war die Luft erst einmal raus. Erst drei Minuten nach dem Wiederanpfiff nahm das Spiel wieder Fahrt auf, als Julian Hettwer volley den Ausgleich erzielte. Die nächsten drei Kornburger Tore im Fünf-Minuten-Takt: Kai Edenharter (49.) nach Flanke von Heimkehrer Giovanni Paolino, Christian Wolf (55.) und Frank Seebauer (60.), jeweils vorbereitet durch Patrick Kepeschziuk. In der 65. Minute der dritte Treffer für die Gäste — wieder ein Eigentor, diesmal durch Matthias Gruber. Den Schlusspunkt setzte Konstantin Karwath in der 71. Minute, mit Tor Nummer 99 in dieser Saison. Die zahlreichen Versuche, in den letzten 20 Minuten doch noch den 100. Treffer zu erzielen, blieben ohne Erfolg. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, am letzten Spieltag in Rothaurach.
TSV Kornburg II: Selenski, Kiss, Nill, Först, Musiol, Stellwag, K. Karwath, Edenharter, Gruber, C. Wolf, Tsiramua (Seebauer, Paolino, Kepeschziuk).
SC Großschwarzenlohe II: Hefele, M. Bauer, Schmidbauer, Stromberger, Zorn. Wägele, Schmidt, J. Hettwer, Trexler, Köhler, F. Hettwer (Bitterwolf, F. Bauer, Regler).
SV Leerstetten – TSV Röthenbach/St.W. 1:2 (0:1). Die Gäste benötigten zumindest ein Remis, um sich auch theoretisch aller Abstiegssorgen zu entledigen. Die Heimelf war spielbestimmend, ließ aber eine Vielzahl bester Möglichkeiten sträflich ungenutzt. Im Gegensatz dazu verwerteten die Gäste ihre Chancen nahezu 100-prozentig. In der 27. Minute nutzte Stefan Gandorf die erste Chance der Gäste zur Führung. Markus Buder wurde in der 45. Minute im Gäste-Strafraum zu Boden gezogen, der Unparteiische ließ diese Regelwidrigkeit jedoch ungeahndet. Auch in Halbzeit zwei waren die Gastgeber optisch überlegen, vergaben aber nach wie vor ein ums andere Mal Riesentorchancen. Einen katastrophalen Fehler des Gästekeepers nutzte Mathias Katheder in der 51. Minute zum längst überfälligen Ausgleich. In der 55. Minute überlief Andre` Haaf nach Klassepass von Patrick Aschenbrenner die Gästeabwehr, hatte aber Pech im Abschluss. Der quirlige Thorsten Winter, der ein ums andere Mal die Defensive der Gäste narrte, legt super ab für Patrick Aschenbrenner, dessen Direktabnahme aus 20 Metern strich aber knapp über das Tor. Der erste und einzige gefährliche Spielzug in der zweiten Halbzeit bescherte den Gästen den Sieg. Erneut traf Gandorfer.
SV Leerstetten: Ziegler, Röder, Toma, Rabus, Buder, Aschenbrenner, Haaf, Katheder, Hertel, Scheck, Schmid (Winter, Membarth).
TSV Röthenbach/St.W.: da Fanseco, Kerling, Plentinger, Bruggen, Söll, Schmeisser, Saddey, Pautnik, Ercevic, Gandorfer, Anders (Vogel, Sand).
FV Wendelstein II – SV Kammerstein 2:7 (0:0). In Wendelstein kam der Gast erst nach der Pause auf Touren, denn im ersten Durchgang fehlte etwas die Laufbereitschaft. Nach der Pause wurde das Spiel deutlich besser, weil der SVK nach der FV-Führung durch einen schönen Drehschuss aus 20 Metern (46.) anscheinend geweckt wurde. Bereits im Gegenzug der Ausgleich, als Jaha ein Zuspiel seines Sturmpartners Marin nur noch einschieben musste. In der Folge fast Chancen im Minutentakt für die Gäste, doch die bislang so treffsicheren Stürmer (zusammen 52 Tore) Marin und Jaha scheiterten oft am Keeper und manchmal auch an sich selbst. Erst als nach einem Spielzug über fünf Stationen die Führung durch Jaha gelang (74.), waren der Bann und auch der Wille der FVler gebrochen. Zwar verkürzten sie nach Leo Caceks 3:1 per Freistoß auf 2:3, doch in den letzten zehn Minuten brachen sie völlig auseinander. Jan Beyer traf flach zum 4:2, dann „machte“ Torjäger Marin doch noch sein Tor. Die Schlusspunkte unter eine unterhaltsame zweite Halbzeit setzte dann der beste Spieler im zweiten Durchgang, Leo Cacek. In beiden Fällen versenkte er die Kugel flach ins lange Eck.
SV Kammerstein: Schultheiss, Schnell, Cacek, Wagner, Ringel, Ditzig, Peciak, Lindemann, Marin, Jaha, Beyer, Brandis, Greiner.
TSV Wolkersdorf – SV Penzendorf 2:2 (0:2). Es war ein sehenswertes Spiel. Nach Querpass von Berthold Schießler hämmerte Florian Silberhorn die Kugel aus 20 Metern zur Gästeführung unter die Latte (7.). Während die Heimelf in der ersten Halbzeit fast ständig den Ton angab, erzielte Penzendorf die Tore. In der 38. Minute spielte Rene Ertl einen Traumpass über die Abwehr hinweg zu Schießler, der zum 0:2 vollendete.
Nach dem Wechsel hatte zunächst wieder Wolkersdorf die besseren Chancen. Die größte durch Miess, dessen Ball der Keeper aus dem Winkel fischte (51.). Als sich fast alle schon auf eine Heimniederlage eingestellt hatten, fiel der Anschlusstreffer. Der Freistoß von Reuss wurde in den Strafraum verlängert, und Regensburger köpfte ein (82.). Ein paar Minuten später nach Freistoß von Richter fast der Ausgleich durch einen Gästespieler. Wolkersdorf versuchte alles, und in einer Situation wusste sich der Penzendorfer Kapitän nur noch mit einem harten Foul zu helfen (86.). In Kombination mit einer sich anschließenden Schubserei gab es für ihn die Rote Karte. Danach wurde das Spiel für einige Minuten unterbrochen, zumal sich der Gästetrainer weigerte, wie vom Schiedsrichter angeordnet den Platz zu verlassen. In der dadurch etwas länger ausfallenden Nachspielzeit erzielte Weiler nach Vorlage von Balek doch noch den viel umjubelten Ausgleich, der den sicheren Klassenerhalt bedeutete. Nach dem Spiel vertrugen sich alle Beteiligten wieder.
TSV Wolkersdorf: Rösslein, Stilkerich, Regensburger, Balek, Bär, C. Miess, Walter, Richter, M. Miess, Weiler, Müller (Reuss, Scholz, Waag).
TSV Rittersbach – TV 21 Büchenbach II 2:1 (0:0). Aus einem Spiel „Not gegen Elend“ sind eigentlich nur die Tore erwähnenswert. Das 1:0 erzielte Thomas Eichbauer nach mehreren Querschlägern (55.). Den Ausgleich markierte Wolfgang Jank per Strafstoß (70.). Der Elfmeterpfiff des Unparteiischen war dabei ebenso diskutabel wie der in der 85. Minute. Michael Förthner war‘s egal und verwandelte zum Siegtreffer. Zur Ehrenrettung der Akteure sei gesagt, dass auf dem betonharten Rittersbacher Platz keine spielerische Glanzleistung möglich war.