Unsachgemäße Fütterung
Drama in Tierpark: Besucher vergiften mehrere Alpakas - darunter auch ein Baby
22.09.2023, 20:41 Uhr.jpg?f=16%3A9&h=816&m=FIT&w=1680&$p$f$h$m$w=4bc010d)
Im Tierpark Klosterwald in Hessen musste ein junges Alpaka namens Heinrich tragischerweise eingeschläfert werden, nachdem es durch falsche Fütterung schwer erkrankte. Die Münchner "TZ" berichtet, dass herzlose Besucher giftige Abfälle, einschließlich potenziell tödlicher Nahrungsmittel wie Brot, Obst und Gemüse, an die Alpakas verfütterten.
Heinrich, der am 7. August zur Welt kam, verlor bereits früh seine Mutter Nicki, eine von zwei Alpaka-Stuten des Parks, die an den Folgen unsachgemäßer Fütterung starb. Nach Nickis tragischem Tod sei der kleine Heinrich in einer Tierklinik in Gießen mit Ersatzmilch versorgt worden. Doch die abrupte Ernährungsumstellung habe seinen sensiblen Organismus überfordert. Am 19. September mussten Tierärzte die Entscheidung treffen, ihn zu erlösen. "Jetzt ist er bei seiner Mama", sagt Lydia Ebert, die Betreiberin des Tierparks, der "TZ" gegenüber tief getroffen.
Alpakas füttern verboten
Das Drama um die unsachgemäße Fütterung erfasste nicht nur Nicki und Heinrich. Auch eine weitere Alpaka-Stute namens Daisy verlor ihr Leben, während das Jungtier Maria gerade noch gerettet werden konnte. Der Tod von Heinrich bildet nun die tragische Krone des Ganzen. "Wir haben uns entschieden, dass ab sofort keine Besucher mehr unsere Alpakas füttern dürfen!!!", schreiben die Mitarbeiter auf der Webseite des Tierparks. Um weitere Zwischenfälle zu verhindern, dürfen Besucher Alpakas auch nicht mit Möhren oder Mais, die im Park erworben werden.