Studie: Herzprobleme bei 78 Prozent der Corona-Genesenen
29.07.2020, 11:37 Uhr
Bei der Studie wurde eine Gruppe von 100 Menschen untersucht. Davon waren 53 männlich. Das Alter der Teilnehmer lag im Schnitt bei 49 Jahren.
78 von den 100 Genesenen zeigten im MRT laut der Studie auch nach bereits überstandener Infektion Herzauffälligkeiten. 60 Prozent der teilnehmenden Menschen wiesen eine Herzmuskelentzündung auf, was somit der am häufigsten festgestellte Schaden war.
Diese Befunde sind laut der Studie unabhängig von Vorerkrankungen und der Schwere des Verlaufs. Von den Untersuchten hätten nur 33 Personen schwere Symptome während der Erkrankung gezeigt.
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Grenzen der Studie
Die Wissenschaftler merken an, dass diese Ergebnisse nicht auf Menschen, die 18 Jahre alt oder jünger sind, übertragbar sind. Auch können sie nicht auf Menschen mit akuten Corona-Infektionen angewandt werden, oder auf solche, die zwar infiziert, aber völlig asymptotisch sind. Auch wiesen einige der Studien-Teilnehmer neue oder hartnäckige Symptome auf, die die Wahrscheinlichkeit von Befunden im MRT steigen lassen können.
Die Studie wurde am 27. Juli 2020 von Eike Nagel und Valentina Puntmann veröffentlicht und ist hier nachzulesen. Die Ergebnisse leiten laut ihren Aussagen dazu an, den Zusammenhang von Herzschäden und einer Corona-Infektion längerfristig weiter wissenschaftlich zu untersuchen.
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