Kurioser Aprilscherz
Vermeintliches Bitcoin-Verbot in Deutschland: Eilmeldung sorgt für Aufregung
02.04.2025, 19:47 Uhr
"EILMELDUNG: Bitcoin-Verbot beschlossen – Krypto-Aus in Deutschland sorgt für Paukenschlag bei Koalitionsverhandlungen" - mit dieser Überschrift ging am 1. April ein Artikel des Finanzportals börse.de online. "Mehrere Insider aus Regierungskreisen" sollen demnach bestätigt haben, dass sich die Parteispitzen bei den Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt hätten, den Bitcoin sowie verwandte Krypto-Währungen bis zum Ende des Jahres zu verbieten.
Auf den ersten Blick scheint die Meldung echt - entsprechend groß war die Aufregung unter Anlegern. Wie die Portale „RLPtoday“ und „Stuttgarter Nachrichten“ am 2. April berichten, schossen die Google-Anfragen für "Bitcoin-Verbot" in die Höhe. Auch auf Social-Media sollen die Leute diskutiert haben, ob es nun ein Verbot gibt oder nicht.
Vermeintliches Verbot ist nur Aprilscherz
Klimaziele wurden in dem Scherz-Artikel als Grund für das angebliche Verbot genannt. Mehrere Zitate von "Experten" und "Insidern" wurden als Quellen aufgeführt, dabei wurde aber keiner von den Sprechern beim Namen oder seiner konkreten Position erwähnt. Was wohl ebenfalls schon auf den Scherz hindeuten sollte: Am Ende des Artikels wurde erwähnt, dass Regierungssprecher "heute, am 1. April," nicht für eine Stellungnahme erreichbar gewesen wären. Das Datum wurde dabei hervorgehoben.
Später ergänzte das Portal um einen weiteren, deutlicheren Hinweis und lösten somit die Spekulationen rund um den Text auf: "Für alle, die das bis hierhin geglaubt haben: Keine Sorge, es ist der 1. April. Und ja – dieser Hinweis ist nur für Sie ..." In den sozialen Medien machen sich User Sorgen um die Anleger, die möglicherweise aufgrund des Scherzes ihre Anteile verkauft haben könnten.