Klimaaktivismus

Greenpeace errichtet Windräder vor bayerischer Staatskanzlei

30.08.2023, 13:23 Uhr
Aktivisten von Greenpeace sind in den frühen Morgenstunden vor der bayerischen Staatskanzlei die Fahnenmasten hochgeklettert.

© Peter Kneffel/dpa Aktivisten von Greenpeace sind in den frühen Morgenstunden vor der bayerischen Staatskanzlei die Fahnenmasten hochgeklettert.

Umweltaktivisten von Greenpeace haben vor der Staatskanzlei in München an sechs Fahnenmasten Windräder befestigt. Mit Drahtseilen gesichert waren sie am Mittwochmorgen an den Masten im Hofgarten emporgeklettert, um an den Spitzen weiß-rote Rotoren anzubringen.

Ihr Protest wenige Wochen vor der Landtagswahl am 8. Oktober richtet sich in erster Linie gegen Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er habe jedes Jahr mehr Windkraft versprochen, dabei seien dieses Jahr bisher nur sechs neue Windräder ans Netz gegangen, begründete Greenpeace die Aktion.

Laut Polizei waren rund 20 Aktivisten vor Ort, die auch ein Banner vor der Staatskanzlei aufhängen wollten. Bayern bilde im Bundesvergleich das Schlusslicht bei der Windkraft, kritisierte eine Greenpeace-Sprecherin. "Die nächste Landesregierung muss besser werden und mit dem Ausbau der Windenergie Ernst machen, um die eigenen Klimaziele einhalten zu können."

Den Protest hatten die Aktivisten nach Angaben eines Polizeisprechers selbstständig noch vor dem Mittag beendet. Die angebrachten Windräder würden sie abbauen. Die Beamten prüften nun, ob die Greenpeace-Aktivisten Straftaten begangen haben. Dafür würden die Personalien der Beteiligten aufgenommen.

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