37-Jährige in Klinik

Blutende Kopfwunde: Mann schlägt in Nürnberger S-Bahn mehrfach auf Partnerin ein und flüchtet

Johanna Mielich

Online-Redakteurin

E-Mail zur Autorenseite

18.03.2025, 11:29 Uhr
Die 37-Jährige erlitt durch den Angriff eine blutende Kopfwunde. (Symbolbild)

© IMAGO/IMAGO/YAY Images Die 37-Jährige erlitt durch den Angriff eine blutende Kopfwunde. (Symbolbild)

Am Samstagabend gegen 20.20 Uhr informierte die Nürnberger Einsatzzentrale die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung in der S-Bahn am Haltepunkt Ostring. Eine Streife traf dort auf eine Frau, die am Kopf blutete, so schildert es die Polizei am Montag.

Nach ersten Ermittlungen war es zwischen der 37-Jährigen und ihrem 47-jährigen Lebenspartner in der S-Bahn zuvor zu einem Streit gekommen. Dabei schlug der 47-Jährige mehrfach mit der Hand und einem Handy gegen den Kopf der Frau. Zeugen seien schließlich dazwischen gegangen. Noch bevor die Streife eintraf, war der 47-Jährige geflüchtet. Der Rettungsdienst brachte die Verletzte in eine Klinik.

Rufe nach dem Ende der Gewalt gegen Frauen werden derzeit vor allem nach dem Vorfall in Gera wieder laut, bei dem ein Mann seine Partnerin mit Benzin überschüttet und angezündet hat. Bundesinnenministerin Nancy Faeser fordert nach der Attacke mehr Schutz für Frauen gegen Gewalt und ein schärferes Vorgehen gegen Täter.

Gewalt an Frauen geschieht meist im Verborgenen und hat viele Gesichter. Psychische, physische oder sexuelle Gewalt kann jede Frau betreffen. Stalking, Schläge oder Missbrauch sind oft nur ein Teil davon. Wenn auch Sie das Gefühl haben betroffen zu sein, können Sie die kostenlose Nummer des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" wählen. Unter der 08000/116016 haben Sie die Möglichkeit, rund um die Uhr anonym und vertraulich Kontakt zu Beraterinnen aufzunehmen. Die Beratung kann auch über einen Online-Chat oder per E-Mail erfolgen. Das Frauenhaus in Nürnberg erreichen Sie ebenfalls 24 Stunden am Tag unter der 0911/333915, das Frauenhaus in Fürth rund um die Uhr unter 0911/729008. Von Gewalt betroffene Männer können sich beim "Hilfetelefon Gewalt an Männern" unter der 0800/1239900 ebenfalls Unterstützung suchen.


Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.