Ermittlungen laufen

Toter und sechs Verletzte: Schrecklicher Unfall in Bayern - 70 Retter und zwei Helis im Einsatz

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

E-Mail zur Autorenseite

03.04.2025, 08:53 Uhr
In Bayern ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. (Symbolbild)

© IMAGO/7aktuell.de/Marc Gruber In Bayern ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. (Symbolbild)

Es sind schreckliche Nachrichten, mit denen das Polizeipräsidium Oberbayern Süd an die Öffentlichkeit gehen muss.

Am Dienstag (01. April 2025) ist es in Habach (im Landkreis Weilheim-Schongau) zu einem tragischen Unfall gekommen. Wie die Beamtinnen und Beamten in dem Schreiben dazu weiter mitteilen, sei ein 36-jähriger Mann aus Utting mit seinem Audi gegen 16.30 Uhr auf der B472 im Gemeindebereich von Habach in Fahrtrichtung der dortigen Autobahn unterwegs gewesen.

Der Mann habe zu diesem Zeitpunkt alleine in seinem Fahrzeug gesessen. Im selben Moment war auch ein 53-jähriger Familienvater aus Zorneding mit einem Seat auf der Bundesstraße in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs. Mit in diesem Wagen hatten zu dem Zeitpunkt fünf andere Familienmitglieder Platz genommen.

Dann sei der Audi jedoch plötzlich und unerwartet auf die Gegenfahrbahn gekommen. Warum, das ist derzeit noch völlig unklar und nun Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen. Auf der anderen Seite sei der Wagen dann frontal mit dem Seat kollidiert. Mit tragischen Folgen. Der Aufprall sei laut Polizei so heftig gewesen, dass eine 57-jährige Frau aus Zorneding im Seat trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen wenig später in der Unfallklinik Murnau verstorben sei.

Weitere Familienmitglieder wurden zum Teil schwer verletzt und anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde ebenfalls laut Polizeiangaben schwer verletzt. Aktuell befinde sich der Mann in stationärer Behandlung. Die Staatsanwaltschaft München II, die mittlerweile in den Fall mit eingeschalten wurde, hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben. Auch Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Penzberg ermitteln mittlerweile in der Sache. Die Bundesstraße musste für mehrere Stunden lang gesperrt werden. Gegen den 36-jährigen Fahrer des Audi wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Vor Ort kam es zu einem Großeinsatz. Über 70 Personen sowie zehn Fahrzeuge rückten an die Unglücksstelle aus. Auch zwei Rettungshubschrauber landeten an der Bundesstraße. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich zudem vor Ort um Personen. Jetzt soll final geklärt werden, wie es zu dem tragischen Unfall kommen konnte.