Experten warnen

Osterfeuer: Brauch mit „fatalen Folgen“ - So können Sie Tieren das Leben retten

Theresa Neuß

Werkstudentin

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31.03.2025, 16:17 Uhr
Für Osterfeuer werden oft schon Wochen vorher Holzschnitte aufgestapelt. (Symbolbild)

© Reiss/IMAGO/Fotostand Für Osterfeuer werden oft schon Wochen vorher Holzschnitte aufgestapelt. (Symbolbild)

Das Osterfeuer ist für viele Menschen ein fester Bestandteil des Osterfests - besonders in Bayern ist es eine langjährige Tradition. Doch während es für einige eine gesellige Veranstaltung ist, kann es für Tiere "fatale Folgen" haben, wie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) informiert.

Der LBV warnt davor, das Osterfeuer zu früh aufzuschichten. "Kleine Tiere wie Igel oder Mäuse lieben diese Totholzhaufen", erklärt Biologin Angelika Nelson in der Pressemitteilung. Sie finden dort Nahrung - etwa Spinnen, Regenwürmer und Insekten - und nutzen die Holzstapel als Unterschlupf oder Brutplatz. Auch Frösche, Eidechsen und zahlreiche Vogelarten ziehen sich in die Haufen zurück.

Was tun, um die Tiere zu schützen?

Damit Tiere gar nicht erst in Gefahr geraten, empfiehlt der LBV, das Feuerholz erst kurz vor dem Anzünden aufzuschichten. Wer bereits einen Holzhaufen vorbereitet hat, sollte ihn vor dem Entzünden noch einmal vorsichtig umschichten - so haben die Tiere die Chance ihren Unterschlupf zu verlassen.

Neben den Risiken für die Tierwelt gibt es noch ein weiteres Problem: Die Luftverschmutzung. Private Osterfeuer und das Verbrennen von Gartenabfällen setzen große Mengen Kohlenstoffdioxid sowie Feinstaub und Schadstoffe frei - vor allem, wenn das Holz noch feucht ist. Stattdessen rät der LBV, zentrale Osterfeuer in der Kommune zu nutzen.

Noch besser wäre es laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) jedoch, Schnittholz gar nicht erst zu verbrennen, sondern in der Landschaft zu lassen. Dort dient es als wichtiger Lebensraum für viele Tierarten.

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