22. März 1963: Das Wild benötigt dringend Ruhe

22.03.2013, 07:04 Uhr

Dies stellte Bezirksvorsitzender Karl Frank in seinem Rechenschaftsbericht bei der Hauptversammlung mit großer Anerkennung fest. Insgesamt wurden für diese Aktion einschließlich der Spenden mindestens 20000 DM aufgebracht.

Die hungernden Vögel wurden nicht vergessen; auch sie waren Kostgänger an den Futterstellen und werden nun die von den Jägern angebrachten Nistkästen beziehen. Trotzdem werden die Wildverluste vorläufig noch nicht zu übersehen sein. Das überlebende Wild aber braucht dringend Ruhe und Erholung; daher müsse besonders darauf geachtet werden, dass die Reviere von streunenden Hunden und Katzen freigehalten werden.

Die sehr gute besuchte Jahreshauptversammlung, die mit einem Jagdsignal des Bläserchors eröffnet wurde, erhielt festliches Gepräge durch verschiedene Ehrungen und die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste.

Man sah, neben Oberbürgermeister Dr. Lades, Landrat Beckh, den Präsidenten des Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverbandes, Dr. Schwaabe, und den Vizepräsidenten Dr. Summa (Nürnberg), den Leiter des Veterinäramtes Erlangen Dr. Schmenger, Ehrenbürger Prof. Dr. Franke, den Vorsitzenden der Bezirksgruppe Mittelfranken Dr. Seubert, die Kreisjagdberater der Ortsbezirke Erlangen und Lauf, ferner Vertretungen der Bezirksgruppen Ebermannstadt, Feucht, Forchheim, Bamberg, Fürth und Lauf.

In feierlicher Form wurden zwölf neue Jagdscheinberechtigte, die die Prüfung mit Erfolg bestanden hatten, als ordentliche Mitglieder in die Bezirksgruppe, in der heute 230 Jäger zusammengeschlossen sind, aufgenommen, und durch Handschlag von Dr. Schwaabe auf Waidgerechtigkeit verpflichtet.

Hierauf legte Karl Frank, zum neunten Male während seiner nun zehnjährigen Tätigkeit als erster Vorsitzender, den Jahresbericht vor, der einen Rückblick auf alle wichtigen jagdlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen enthielt. Der alten freundschaftlichen Verbundenheit mit der Priv. Hauptschützengesellschaft gedachte Frank mit der Überreichung eines silbernen Ehrenpokals, einer persönlichen Gabe, an Oberschützenmeister Josef Steger, der mit bewegten Worten dankte.

Der Pokal soll Preis eines Mannschaftswettstreites zwischen Schützen und Jägern sein, der in zwei Disziplinen ausgetragen wird. Er muss zweimal gewonnen werden und wird dann endgültig in den Besitz der Schützengesellschaft übergehen. Steger überreichte den Jägern als Gegengeschenk das Ehrenbuch der deutschen Schützengeschichte.

Zum zehnten Male gab Schatzmeister Paul Lotter seinen Kassenbericht, worauf ihm einstimmige Entlastung erteilt wurde. Aus der Hand des zweiten Vorsitzenden Betz durfte er ein Ehrengeschenk empfangen; die langjährigen Verdienste des ersten Vorsitzenden wurden durch Überreichung eines goldenen Hirschfängers anerkannt.

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