Elsinger siegt hauchdünn gegen Drummer
14.05.2008, 00:00 Uhr
Nachdem Gertrud Werner vom ältesten Gemeinderatsmitglied Horst Seubert (DGem) in der Nachfolge von Albert Güßregen als neue Bürgermeisterin vereidigt worden war, nahm sie selbst den vier neuen Räten Bernhard Mehl, Carmen Wartenfelser, Armin Fuchs und Werner Schmitt den Eid auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Freistaates Bayern ab.
Seubert springt ein
Das Gremium sprach sich anschließend einstimmig dafür aus, auch weiterhin nur einen stellvertretenden Bürgermeister aufzustellen und wählten denkbar knapp mit sieben Stimmen Josef Elsinger zum neuen 2. Bürgermeister; sein Gegenkandidat Bruno Drummer kam als bisheriger Stellvertreter auf sechs Stimmen. Für den Fall, dass beide Bürgermeister einmal verhindert sind, zählt es künftig ebenfalls zu den Aufgaben von Horst Seubert, diese zu vertreten.
Durch eine große Übereinstimmung zeichnete sich die Runde aus, als es darum ging, sich eine neue Geschäftsordnung wie auch eine Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechtes zu geben.
Aufwandsentschädigung
Darin wurde unter anderem festgelegt, dass der ehrenamtlich tätigen Bürgermeisterin eine Aufwandsentschädigung von 2313 Euro und eine Reisekostenpauschale von 140 Euro im Monat zusteht; ihr Stellvertreter erhält eine pauschale Aufwandsentschädigung von 247 Euro und im Vertretungsfall einen Tagessatz von einem Dreißigstel der Bürgermeistervergütung ab dem 43. Tag. Das Sitzungsgeld für die Gemeinderäte beträgt weiterhin 30 Euro.
Nachdem es künftig auch in Kleinsendelbach mit dem örtlichen Rechnungsprüfungsausschuss nur noch einen Ausschuss geben wird, wurden unter dem Vorsitz von Horst Seubert als weitere Mitglieder Walter Roth, Ulrich von Berg und Armin Fuchs in das Gremium bestimmt.
Außerdem werden neben der Bürgermeisterin auch Bruno Drummer und Josef Elsinger der VG-Versammlung angehören, während wegen der niedrigen Schülerzahlen die Gemeinde Kleinsendelbach nur mit dem Gemeindeoberhaupt im Schulverband vertreten sein wird. In ihrer Antrittsrede versprach die neue Bürgermeisterin Gertrud Werner, darauf zu schauen, auch bei Meinungsverschiedenheiten immer das Gesetz von Fairness und Respekt zu achten, sich vor persönlichen Angriffen zu hüten und einen offenen aber vor allem ehrlichen Umgang miteinander in dem Gremium anzustreben.
Diesem Verhalten soll oberste Priorität im Umgang miteinander, aber auch mit der Verwaltungsgemeinschaft, mit den Nachbargemeinden und nicht zuletzt auch mit den Ämtern und übergeordneten Behörden eingeräumt werden.
Gertrud Werner: «Letztlich muss es aber in erster Linie immer darum gehen, die Zukunft der Gemeinde gemeinsam zu gestalten - zum Wohle der Bürger.»