Entscheidungsspiel besorgt die Polizei
16.05.2012, 00:00 Uhr
Es könnten nämlich bis zu 250 Fans aus Burghausen kommen, unter denen sich auch sogenannte „C“-Fans befinden könnten, die auch schon mal gewaltbereit sind. Gestern fand eine Sicherheitsbesprechung statt.
Das Pokalendspiel gegen Unterhaching, zu dem rund 2000 Gäste in den Sportpark geströmt waren, ist bereits eine organisatorische Herausforderung für den Sport-Club gewesen, und es hatte an einigen Ecken durchaus gehakt. So ging es beispielsweise an den Kassen nicht so zügig voran wie geplant, weil es an Wechselgeld fehlte, und schon bei der Anfahrt zum Sportpark staute sich der Verkehr, weil das Abbiegen von der Wein- in die Langenaustraße nicht klappte und die Parkplätze nicht genügend ausgeschildert waren. Darum musste die Partie verspätet angepfiffen werden (die EN berichteten).
Mit „Bengalos“
Einige Gästefans hatten zudem „Bengalos“ mit in das Stadion geschmuggelt und sie gezündet. Das soll nicht wieder passieren, und darum haben sich die Verantwortlichen vom Sport-Club und die Polizei gemeinsam Gedanken gemacht, wie alles noch besser organisiert werden kann.
So soll, wie Armin Dierl und Jürgen Kaiser von der Polizeiinspektion Erlangen erläuterten, die Hauptanfahrt über den Pestalozziring erfolgen, wo es genügend Parkplätze gebe. Mehrere Beamte werden den Verkehr regeln und die Ampel an der Langenaustraße abschalten.
Aus Schwabach wird zudem Bereitschaftspolizei die Präsenz der Ordnungshüter verstärken, damit vor allem die Gästefans im Zaum gehalten werden können. Zwar seien, wie der Fußballbeauftragte Alfred Leisgang von der Polizeiinspektion Erlangen aus Burghausen erfahren hat, nur etwa 20 Fans offiziell angekündigt, jedoch will man sich auf diese Aussagen nicht verlassen.
Darum hat auch der Verein keinen Aufwand gescheut, um den Gästeblock für das Entscheidungsspiel sicher zu machen. Er wurde mit fest verankerten, stählernen Bauzäunen abgetrennt, es gibt einen eigenen Eingang, zu den anderen Fans wurde ein Sicherheitspuffer eingerichtet, und auch einen extra Verkaufsstand und Toiletten wird es für die Gästefans geben.
Als Sicherheitsbeauftragter des Bayerischen Fußballverbands wird der Brucker Hans Kofler fungieren. Zudem setzt der Verein mehr als 20 private Sicherheitsleute ein. Besonders viel Angst um die Sicherheit rund um das Spiel haben die Erlanger Ordnungshüter allerdings nicht, weil, wie sie sagen, das Spiel für die Burghausener Fans keinen hohen Stellenwert besitze.
Trotzdem rechnet Manager Joachim Uhsemann mit mindestens zwei vollen Fanbussen. Insgesamt werden wieder 2000 Zuschauer erwartet. Die sollten, so Uhsemann, im eigenen Interesse möglichst früh kommen, damit es keine Engpässe gibt. (Siehe auch EN-Lokalsport)
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