Erlanger setzen sich im Frankenderby durch

29.01.2013, 15:10 Uhr
Erlanger setzen sich im Frankenderby durch

© Bernd Böhner

Nach fünf Siegen in Folge hatte der HCE als Tabellenvierter die Favoritenrolle inne gegen die Gäste aus Nürnberg, die vor dem Spiel auf Platz zehn lagen. Da Nürnberg das Hinspiel aber für sich entschieden hatte, brannten die Erlanger auf Revanche.

So entwickelte sich von Anfang an vor einer rekordverdächtigen Kulisse von fast 800 Zuschauern ein hart umkämpftes Spiel. Bis fünf Minuten vor der Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen.

Der Post SV ging zwar während des gesamten Spiels nie in Führung, rackerte aber entschlossen um jeden Ball. Die Erlanger taten sich in der ersten Hälfte schwer gegen die groß gewachsene, aggressive 6:0-Abwehr der Nürnberger und scheiterten immer wieder am sehr guten Torwart Haßferter. Allein der torgefährliche Alexander Tannenberger war in der Lage, ab und zu über den kompakten Innenblock zu werfen. Auf HC-Seite stand die Abwehr offensiver, manchmal etwas passiv gegen die Rückraumspieler, aber mit Ausnahmen stabil, so dass insgesamt relativ wenig Tore zu verzeichnen waren, auch weil der nach 15 Minuten eingewechselte junge Torhüter Sebastian Peschko sich in dieser Phase mit einigen Paraden auszeichnen konnte. Erst kurz vor der Pause schafften es die Gastgeber erstmals, mit 12:9 eine Drei-Tore-Führung herauszuspielen. Beim Stand von 13:10 wurden die Seiten gewechselt.

Beide Mannschaften kamen hochmotiviert aus der Kabine, das Spiel blieb ausgeglichen. Es begann die stärkste Phase im Angriff der „Postler“.  Mit viel Druck wurde die zweite Welle gespielt und immer wieder gelang es den Nürnbergern, die HC- Abwehr auszuspielen. Der lautstarke Post-Anhang witterte eine Überraschung. Da jedoch auch die Erlanger, angeführt durch ihren quirligen Spielmacher Magnus Hayn, sich immer wieder durchsetzen konnten, blieb die HC-Führung bis zum 18:17 bestehen.

Dann zogen die Hugenottenstädter einen Zwischenspurt an, die Defensive unter der Führung des Abwehrchefs Sebastian Walz wurde aggressiver und der wieder ins Tor zurückgekehrte Kapitän Goebel trug durch die Entschärfung einiger Großchancen dazu bei, dass sich der HCE auf 25:18 absetzen konnte. Im Angriff nutzten nun die Kreisläufer Walz und Hiersemann ihre Möglichkeiten. Den Nürnbergern gingen nun die Ideen und auch die Kraft aus.

Am Ende stand  ein verdienter, wenn auch etwas zu hoch ausgefallener 28:21-Sieg für den HC. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel unserer Jungs. Wie erwartet hat uns Post alles abverlangt und das Leben sehr schwer gemacht. Aber wir haben unser Spiel konsequent durchgezogen und uns von schwächeren Phasen nicht beeinträchtigen lassen“, freute sich Trainer Bracher nach dem emotionalen Spiel. „Wir werden uns intensiv auf das Spiel am nächsten Sonntag vorbereiten. Dann geht es zum Mitfavoriten, den Junglöwen nach Kronau/Östringen. Wer hätte nach dem verlorenen Hinspiel gedacht, dass die nach 14 Spieltagen nur zwei Punkte vor uns liegen“, ergänzte sein Kollege Harald Käppner.

HCE: Goebel (TW), Peschko (TW), Schalk (5/4), Walz (5), Hayn (5), Mai (4/1), Tannenberger (4), Schletterer (3), Hiersemann (2), Bissel, Scheuerer, Mangen, Resimius.

 

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