Neues Bettenhaus gewinnt an Höhe
12.06.2010, 00:00 Uhr
Laut zuständigem Staatlichem Bauamt seien die Rohbauarbeiten an den Untergeschossen beendet und die beauftragten Firmen bereits mit dem Aufbau des zweiten Obergeschosses beschäftigt. Aktuell habe man gerade die Aufträge für die Technikgewerke und die Fassadengestaltung vergeben.
Wie Jan Knippel vom Staatlichen Bauamt weiter erläutert, habe man angesichts der Projektgröße vor geraumer Zeit an der Baustelle auch ein kleines Mustergebäude erstellt und darin ein Patientenzimmer samt Nasszelle und Flur so eingerichtet, wie es die Planungen für das Bettenhaus vorsehen. Vertreter des Klinikums hatten über Wochen hinweg die Möglichkeit, einen ersten Eindruck zu gewinnen und Details in Absprache mit dem Bauamt zu ändern.
Gruppierung um zwei Höfe
Dieser erste Bauabschnitt des neuen Operativen Zentrums, dessen Fertigstellung im Juli 2012 vorgesehen ist, wird am Ende - neben zahlreichen weiteren Funktionsräumen - 328 Betten in zehn einzelnen Stationen aufnehmen. Sie werden auf fünf Ebenen um zwei Höfe gruppiert und eine Nutzfläche von knapp 10000 Quadratmetern belegen.
Für diese, auch angesichts der Baukörper, gewaltige Modernisierung des Uniklinikums nimmt der Freistaat 57 Millionen Euro in die Hand. Ist das neue Bettenhaus bezogen und das derzeit noch genutzte, alte Bettenhaus abgerissen, wird dort der zugehörige Funktionstrakt mit zahlreichen OP-Räumen und Intensivstationen entstehen, in den der Freistaat weitere 163 Millionen Euro investieren will. Dieser Trakt, so die Planungen, soll von 2013 bis 2017 errichtet werden.
Arbeiten sind im Plan
Noch in diesem Jahr wird dagegen ein Projekt in unmittelbarer Nähe abgeschlossen: der zweite, seit 2003 realisierte Bauabschnitt des Nichtoperativen Zentrums am Ulmenweg. Wie es im Staatlichen Bauamt dazu heißt, liege man mit den Arbeiten im Plan und werde das an den ersten Bauabschnitt anschließende Klinikgebäude samt Tiefgarage und benachbartem Hörsaalgebäude im Oktober an das Uniklinikum übergeben.
Einziehen werden in das NOZ 2 die Medizinischen Kliniken III, IV und V, die Nuklearmedizinische Klinik, die Hautklinik, das Radiologische Institut und Reinraumlabore. Vorgesehen sind unter anderem auch eine Caféteria und ein Andachtsraum.
In der Allgemeinpflege werden 145 Betten eingerichtet, an Tagesplätzen 30 Betten, für die Dialyse 16 Betten, zehn für Nieren-Patienten, acht für die Nuklearmedizin und zwölf für Knochenmark-Transplantationen. Die Nutzfläche: knapp 19000 Quadratmeter. Die Kosten: über 125 Millionen Euro.