26 Studenten aus ganz Europa erklimmen das Walberla

14.09.2011, 13:00 Uhr
26 Studenten aus ganz Europa erklimmen das Walberla

© André de Geare

Die Studenten sind aus Holland, Österreich, Deutschland, Frankreich oder Rumänien gekommen, um sich unter anderem ein Bild von früheren Kulturen zu machen. In der Fränkischen Schweiz haben sie die geologische Entwicklung betrachtet.

Oben auf dem Walberla erklärte der Archäologie-Student Alexander Aescht dessen Entstehungsgeschichte. Er hielt mehrere kleine Vorträge, in denen er versuchte, die Geschichte des Berges bildlich darzustellen. Obwohl sein Hauptgebiet die Besiedlungsgeschichte ist, konnte er auch etwas zur Form des Walberla erzählen: „Das Walberla wurde durch den Ehrenbach in seine jetzige Form gebracht“, erklärte er den anderen Studenten. Der Fluss spülte das weniger feste sehr kalkhaltige Gestein fort, wodurch die bekannte Form des „geteilten Berges“ entstand. Das nach über 120 Millionen Jahren übriggebliebene Dolomit-Gestein ist so hart, dass ihm Wind und Wetter wenig anhaben können.

Obwohl es auf dem Ehrenbürg heftig stürmte, und nicht alle auf Regen eingestellt waren, machte es den meisten Spaß. Ein Student aus den Niederlanden freute sich: „Die Höhe an sich und die Felsen finde ich sehr beeindruckend“, meinte er. Obwohl es einigen Studenten schwer fiel, von den Vorträgen viel zu behalten, bekamen sie doch eine Idee, wie lange der Berg schon besiedelt worden ist.

Von den Kelten

Besiedlungsspuren auf dem Walberla, wie Keramik-Funde, stammen schon aus der Jungsteinzeit. Im 1. Jahrtausend vor Christus haben dann die Kelten den Ehrenbürg besiedelt und bauten die beeindruckende Wallanlage. Dank der Rekonstruktionsarbeit der Universität Würzburg konnten die Studenten einen Teil des Walls betrachten. Dieser war wegen der Verwendung von Steinen unempfindlich gegen Feuer und nutzte den Kelten 250 Jahre zur Verteidigung. Der Wall brach allerdings zusammen, nachdem die Kelten aus noch nicht geklärten Gründen abgewandert sind. „Man vermutet eine Dürre oder ein anderes Versorgungsproblem als Ursache“, erklärt Alexander Aescht.

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