HC-Frauen betreten Landesliga-Bühne
15.09.2016, 12:40 UhrWie es um die Wettkampftauglichkeit des Landesliga-Neulings bestellt ist, muss der Praxistest zeigen. „Ich sehe uns trotz allen Widrigkeiten gut gerüstet, weil unser Stamm zusammengeblieben ist.“ Trainer Thomas Ihrke, der in der Sommervorbereitung zwischenzeitlich nur mit einer Rumpftruppe trainieren konnte, vertraut auf die in seiner schon vier Jahre währenden Amtszeit von der Bezirksklasse aufwärts verinnerlichten Mechanismen. Die HC-Frauen bestachen in der abgelaufenen BOL-Meistersaison mit einer gut organisierten Defensive und einem begnadeten Tempo-Umschaltspiel nach Ballgewinn.
„Unsere Philosophie wollen wir beibehalten“, betont Ihrke, der die neue Spielklasse vor allem als mentale Herausforderung sieht. „In der Abwehr gegen körperlich robustere Gegner müssen wir sicher noch entschlossener agieren und im Angriff die Lücken auf den Punkt erkennen. Das gibt sich aber mit der Erfahrung der ersten Spiele. Wir werden unsere Möglichkeiten bekommen. Wichtig wird sein, mit ungewohnten Situationen ohne Erfolgserlebnis umzugehen und zu erkennen, dass wir mehr tun müssen als bisher. Nur so können wir mithalten.“ In der BOL erlaubte sich die stets als Favorit gehandelte Mannschaft wenig Patzer, wurde allerdings für Nachlässigkeiten von der Konkurrenz auch kaum bestraft. Der Trainer warnt daher vor einer Versuchung: „Die Mädels waren es gewohnt, egal wie es gerade läuft, die besseren Möglichkeiten zu haben.“
Als erstes geht es am Samstag (15.30 Uhr) in der Realschulhalle gegen den unterfränkischen Mitaufsteiger HSG Pleichach, der sich in seiner Staffel nicht minder souverän den Titel gesichert hatte. „Gegen vermeintliche Kontrahenten auf Augenhöhe und vor allem zu Hause wollen wir die Punkte für den Klassenverbleib, der fast einem einstelligen Tabellenplatz gleichkommt, sammeln. Ein Sieg für einen guten Start sollte also unser Ziel sein“, lautet Ihrkes Vorgabe. Ein Bonusspiel sei hingegen die erste Auswärtspartie bei Vizemeister Sulzbach-Rosenberg.
Für den ersten Akt ihrer Mission sind die HC-Damen am Wochenende personell beinahe vollzählig. Weil Katharina Heid noch eine Verletzung auskuriert und im Urlaub weilt, steht mit Pia Simmerlein nur eine etatmäßige Torhüterin zur Verfügung. Paritätisch teilen sich Forchheim und Kooperationspartner Stadeln, dessen A-Jugend in der Bundesliga spielt, derweil die Kräfte der Jungtalente Caroline Schmitt und Hanna Lenhard auf. Schmitt ist diejenige, die im Forchheimer Trikot aufläuft.
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