Heiße Nächte in Heroldsbach
12.01.2011, 15:33 Uhr
„Heiße Nächte nicht in Palermo, sondern in Heroldsbach“, verspricht die Aufführung. Mit im Ensemble ist der Vorsitzende der Theatergruppe, Edwin Weißhäupl. Der 66-Jährige schlüpft in die Rolle von Silvano Calzone, einem der größten Mafia-Bosse Italiens — und spielt dies überragend.
Zum Inhalt: Als Werbeautor Thomas Meier (Hans-Peter Frank) und seine Ehefrau Ursula (Jutta Lunz) von ihren silberhochzeitlichen Flitterwochen zurückkommen, finden sie die Wohnung total verwüstet vor. Die beiden Kinder Stefan (Manuel Lang) und Marion (Isabella Lunz) haben die „sturmfreie Bude“ ausgenutzt und eine Party veranstaltet.
Für die mitfeiernde russische Putzfrau Olga (großartig gespielt von Andrea Galster) jede Menge Arbeit, die Reste der Party zu beseitigen. „Viel Arbeit, wenig Rubel“, gibt sie ihren Standpunkt dazu ab. Sie hat während der Party ihre Vorliebe für „betrunkenes Obst“ (sprich: Bowle) entdeckt. Und sie war nicht der einzige Partygast. Auch die in der väterlichen Werbeagentur angestellte Sekretärin Mandy Klugmann (Katharina Kraus) war dabei.
Schönes Durcheinander
Olga und Mandy sorgen gleich nach der Rückkehr der Eheleute für ein schönes Durcheinander, bei denen auch Erpressungen eine Rolle spielen. Als auch noch Silvano Calzone der Werbeagentur einen Besuch abstattet, um seine neue Liebe Mandy zu besuchen, ist das Chaos perfekt. Zu guter Letzt wird Kriminalpolizistin Britta Schatz (Ann-Kathrin Keiner), die Freundin von Sohn Stefan, auf die angeblich in Heroldsbach anwesende Mafia angesetzt.
Fazit: Eine gut dargebotenes Laientheaterstück auf hohem schauspielerischen Niveau. Die Spielleitung liegt in den bewährten Händen von Angelika Kraus. Musikalisch umrahmt wird die Aufführung von den Weinbergschnecken.
Karten für die nächsten vier Spieltermine am 15., 16., 22. und 23. Januar in der Hirtenbachhalle gibt es bei der Raiffeisenbank Heroldsbach. Beginn ist Samstag 19.30 Uhr und Sonntag 19 Uhr. Das Jugendstück „Im Wilden Westen mit Big Berta“ entfällt aus organisatorischen Gründen kurzfristig.