Mit Steinen den eigenen Weg bauen
21.07.2012, 12:00 Uhr
„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“, wusste schon Goethe und Cordula Haderlein, Schulleiterin der AST, hebt diesen Satz in ihrer Abschlussrede hervor. Steine sind auch bewusst in den Weg der Schüler gelegt worden, sagt sie, „um euch als Menschen zu fördern“. An den Herausforderungen gewachsen und zum Ziel geschafft, haben es alle 32 Schüler. Die eine Hälfte verlässt die Schule mit dem Qualifizierten, die andere mit dem erfolgreichen Hauptschulabschluss, letzterer ist ohne Quali-Prüfung zu erreichen.
Helm und Seil
Vorbereitet auf dieses Ziel haben die zwei Klassenleiterinnen Petra Fiedler und Sabine Tille ihre Sprösslinge in den vergangenen drei Jahren. Sie verabschieden sich mit einem Blick zurück auf gemeinsame Erlebnisse, symbolisch mit Helm, Bergsteigerseil und Bootspaddeln. „Achtet auf die großen Dinge, die wirklich zählen und lernt, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden“, geben beide Lehrerinnen ihren Schülern mit auf dem Weg.
Ein persönliches Dankeschön haben sich auch die Absolventen für ihre Lehrkräfte einfallen lassen. In Reimen sagen sie jedem ihrer Lehrer Dank und betonen, wie eng beide Seiten in den Jahren zusammengewachsen sind: „Danke, dass es Sie gibt, danke für drei wundervolle Jahre.“ Dem sprichwörtlich lachenden und gleichzeitig weinenden Auge sind Schüler und Lehrer nah an diesem Abend.
Noch Fragezeichen
Ein neuer Weg beginnt ab jetzt für die jungen Erwachsenen. Neben dem Zeugnis erhält deshalb jeder auch einen Stein, um seinen eigenen Weg des Lebens zu bauen. „Bei einigen Schülern stehen noch Bewerbungen offen“, sagt Cordula Haderlein. Viele haben ihren Weg schon klar vor Augen. Ob in der Altenpflege, als Maler oder Automobilkaufmann, die ersten Schritte sind getan.
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