Wobbler und Blinker

05.04.2011, 08:10 Uhr
Wobbler und Blinker

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„Natürlich gibt es die Friedfischerei, bei der man in Ruhe an einem Weiher sitzt und wartet, bis etwas anbeißt. Aber spätestens wenn es um die Raubfisch-Anglerei geht, wird es sportlich: Um einen Räuber zu finden, muss man sich um das Gewässer herum bewegen. Da kommen leicht drei bis vier Kilometer zusammen, die der Angler zu Fuß zurücklegt. Dazu ,wobbelt‘ oder ,blinkert‘ er. Das bedeutet, dass an der Angelschnur ein spezieller Köder befestigt wird. Ein Wobbler besteht aus Kunststoff und hat Auftrieb. Diesen kann ich mit Hilfe der Spule im Wasser auf- und absenken, um Räuber anzulocken. Der Blinker hingegen ist eine Art Metall-Löffel, der aufgrund seiner Form eine fischähnliche Bewegung im Wasser nachahmt.

Beißt ein schwerer Fisch an, wird es erst recht sportlich: Jetzt muss der Angler den Fisch ,drillen‘, also mit ihm kämpfen über Angel und Schnur, und ihn landen. Das ist schwere Armarbeit, denn je nachdem, wie biegbar die Angel ist, muss ich das mit Armtätigkeit ausgleichen. Aber man muss den Fisch dabei vorsichtig an Land bringen, denn zieht man zu fest, kann man ihn wieder verlieren.

Neben dem Preisangeln, das derjenige gewinnt, der den schwersten Fisch angelt, gibt es auch Zielwerfen, ,Casting‘ genannt. Hierzu muss man zum Beispiel aus 30 Metern Entfernung einen Zielbereich treffen. Beim Sportfischen gibt es sogar bundesweite und internationale Wettkämpfe.“