Schmuckstücke auf Rädern

17.08.2010, 12:06 Uhr
Schmuckstücke auf Rädern

© Kuhn

Bevor es für die Autos und Traktoren auf eine Ausfahrt ging,begrüßten Bür­germeister Karl Hertlein und Organi­sator Fritz Beil (Seitersdorf) die Teil­nehmer, die aus Städten und Gemein­den aus der fränkischen Region und aus benachbarten Regierungsbezirken anreisten und dabei weder Mühen noch Aufwand scheuten. Nach der Ausfahrt mussten die Besitzer der Au­tos auf der Straße in Richtung Aue ein­parken, um Beschädigungen an ihren „Veteranen“ zu vermeiden. Auch den Liebhabern alter Motorräder wurde ein trockener Parkplatz zugewiesen. Eine große Anzahl perfekt restau­rierter alter Schlepper sämtlicher Fa­brikate und Baujahre (bis 1980) war ebenfalls zu sehen.

Stolz präsentierte beispielsweise Al­fred Haas aus Windsfeld seinen Lanz-Bulldog 3505 mit 20 PS aus dem Jahr 1950. Unter den Blicken zahlreicher Zuschauer setzte er das Gefährt, das er vor fünf Jahren über das Internet er­worben hat,in Bewegung.Zum Starten muss die Glühnase, die sich im Zylin­derkopf befindet, mit einer Lötlampe zum Glühen gebracht werden,und mit­hilfe des abnehmbaren Lenkrads wur­de der Motor „eingependelt“, um volle Fahrt aufnehmen zu können. Seit rund 20 Jahren sammelt und restauriert Al­fred Haas alte Fahrzeuge. In seinem „Rennstall“ stehen unter anderen zwei VW-Käfer aus den Baujahren 1967 und 1970 sowie ein Motorrad 175er Puch, Baujahr 1957.

Schmuckstücke auf Rädern

© Kuhn

Ein Neuling unter den Liebhabern alter Fahrzeuge ist Jan Keilholz aus Sausenhofen.Vor zwei Jahren bekam er durch Zufall ein Moped Kreidler-Flo­rett, Baujahr 1970, geschenkt, das jah­relang in einer Scheune abgestellt war. Mit viel Liebe zum Detail und in vielen Arbeitsstunden zerlegte er das Moped mit seinen 2,9 PS komplett, um den Originalzustand wieder herzustellen. Mutter Helga leistete beim Beziehen des Sitzes wertvolle Hilfe. Seit diesem Frühjahr ist die Florett neu lackiert und chromiert wieder ein richtiges Schmuckstück und auch für den Stra­ßenverkehr zugelassen. Stolz legt Jan Keilholz nun damit täglich den Weg zur Arbeitsstelle in Gunzenhausen zurück. Die erste weitere Ausfahrt führte den Sausenhöfer nach Eichenberg, wo die Florett zu einem Blickfang für die Be­sucher wurde. Immer wieder bildeten sich im Laufe des Tages kleine Grüppchen um die Fahrzeuge, Motorhauben wurden ge­öffnet und dabei gefachsimpelt. Die Teilnehmer bedankten sich bei Fritz Beil und bei seinen Oldtimerfreunden für das gelungene Treffen. Für jeden Teilnehmer gab es als Erinnerung ei­nen Pokal.

Manfred Arzten aus Aue zog bei der Tombola das große Los und durfte aus den Händen von Fritz Beil und Hans Pfenniger ein Oldtimermofa vom Typ Hercules „Prima 5“, Baujahr 1989, in Empfang nehmen. Die vielen Sachpreise wurden von der Firma Forst- und Gartengeräte Holzmeyer, dem Omnibusunternehmen Barthel und den Eichenberger Oldtimerfreun­den zur Verfügung gestellt.