Irritation um Rettungsweg zur Rastanlage
28.07.2010, 00:00 Uhr
Das wäre die zweite Neuerung innerhalb kurzer Zeit. Erst kürzlich war überhaupt bekannt geworden, dass die Autobahndirektion eine rückwärtige Rettungszufahrt plant.
Die Fahrerlaubnis für Mitarbeiter: „Das wäre ein ganz neuer Aspekt“, zeigte sich Bürgermeister German Hacker gestern beim Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren erstaunt. Der Vertreter der Tank&Rast verwies auf Passagen im Konzessionsvertrag zwischen seinem Unternehmen und der Autobahndirektion, der eine Nutzung durch Mitarbeiter zulasse. Allerdings sieht die Autobahndirektion dies anders: Dies gelte für den alten Weg. Für die neue Rastanlage wird ein neuer Rettungsweg gebaut, der für permanenten Autoverkehr nicht geeignet ist.
Daraus ergibt sich womöglich noch Verhandlungsbedarf zwischen Tank & Rast und Autobahndirektion. Bürgermeister German Hacker machte klar, dass der Weg, der über städtischen Grund führt, nur für die Rettungsdienste nutzbar sein sollte.
Der Erörterungstermin wurde von Friedo Wolf von der Regierung von Mittelfranken geleitet. Die Einwendungen der Stadt wurden von Claudia Wettstein vom Planungsamt und Bürgermeister German Hacker vorgetragen. Beharrlich zeigte sich Hacker auch in der Frage von Elektrostationen bei den Lkw-Stellplätzen, um die Lärmbelastung zu senken. Die Autobahndirektion verwies auf mangelnde Resonanz bei einem Pilotversuch und das Problem, die Elektroplätze stets frei zu halten für Lkw-Fahrer, die diese auch nutzen wollen. „Warum statten Sie nicht einfach alle Stellplätze mit Elektroanschlüssen aus“, wollte Hacker wissen. Friedo Wolf von der Regierung gab der Autobahndirektion „als kleine Hausaufgabe der Regierung“ mit, doch mal die Kosten zu ermitteln.
Auch die anderen Einwendungen des aufwändigen Verfahrens wurden detailliert erörtert, die langwierigen Diskussionen des Erörterungstermins werden von der Regierung in einer Niederschrift festgehalten.