SPD ist ,halb zufrieden‘
18.11.2008, 00:00 Uhr
«So aktive Ortsvereine wie der in Seubersdorf und die gute Zusammenarbeit der Ortsvereine untereinander, sind der Motor für unseren Kreisverband», sagte die Kreisvorsitzende Carolin Braun. Samt der über 30 SPD-Mitglieder war sie in das Vereinslokal gekommen, um auf das ereignisreiche Wahl-Jahr zurückzublicken.
Man könne mit dem Ergebnis in Seubersdorf, wo man jetzt vier Gemeinderäte im auf 20 Räte angewachsenen Gremium stelle, halb zufrieden sein, sagte der Vorsitzende Josef Schlierf. Halb zufrieden deshalb, weil man zwar in Seubersdorf gut abgeschnitten habe, es aber leider noch an der notwendigen Präsenz in den Ortsteilen fehle. Insgesamt sei aber die Arbeit des SPD-Ortsvereins durchaus honoriert worden.
Schlierf erinnerte an viele Veranstaltungen wie die traditionelle Nikolausfeier und das Sommerfest, beides mit den behinderten Menschen der Regens-Wagner-Stiftung Holnstein. Preisschafkopf, Aktionen in den Büchereien aus Anlass des 75. Jahrestags der Bücherverbrennung, Initiierung des Ferienprogramms und die Altpapier- und Altkleidersammlung seien Aktivitäten, mit denen es gelungen sei, verschiedene soziale Zwecke, wie Spenden für Schulen, Brotzeitboxen für Kindergärten oder Spenden für die Sanierung der evangelischen Kirche in Velburg zu ermöglichen.
Viele Aktivitäten geplant
Zu aktuellen kommunalpolitischen Themen Stellung nehmend erklärte Schlierf, dass man in Sachen Baulandausweisung in Seubersdorf seitens der Gemeinde kein Engagement erkennen könne. Was die Umgehungsstraße angehe, so werde die notwendige öffentliche Diskussion eher boykottiert als gefördert. Und die Senioren lasse man im Regen stehen, weil sich in Sachen Altenheim nichts getan habe.
Für das Jahr 2009 kündigte Schlierf wieder viele Aktivitäten an, darunter auch wieder die Veranstaltungen mit der Regens-Wagner-Stiftung, das Ferienprogramm und die Altpapier- und Altkleidersammlung. Außerdem werde die Europawahl die Kraft der Genossinnen und Genossen beanspruchen.
Einer, der bei dieser Wahl antreten wird, ist Ismail Ertug. Dieser machte auf die Wichtigkeit der Wahl aufmerksam: So hätten 80 Prozent aller Entscheidungen der EU direkten Einfluss auf die Kommunalpolitik. Als Direktkandidat für die Bundestagswahl 2009 stellte sich Christian Beyer vor. Er wolle unter anderem für Mindestlohn oder Managerhaftung kämpfen.
Abschließend und vor einem gemeinsamen Abendessen, bedankte sich Schlierf bei seinen Parteifreunden für deren Einsatz. Er konnte Parteibücher an sechs neue Mitglieder, nämlich an Marcel Walter, Hans Schön, Markus Riel, Wolfgang Eglmeier, Matthias Bleicher und Gunther Grönninger überreichen. Für 20 Jahre Zugehörigkeit zur Partei wurde Johann Nachtigall geehrt, für zehn Jahre Michael Sembach.
Ausgezeichnet wurden viele Mitglieder für ihre Mitarbeit, unter anderem auch Bürgermeister a.D. Johann Stauner.