"Kunst in Dachsbach" lockte mit einmaligem Ambiente

26.05.2019, 09:16 Uhr
Vor dem Wasserschloss wurde im großen Gästekreis bei der Vernissage Dachsbach als besondere Kunstplattform gefeiert.

© Harald Munzinger Vor dem Wasserschloss wurde im großen Gästekreis bei der Vernissage Dachsbach als besondere Kunstplattform gefeiert.

Die Vielfalt kreativen Wirkens in einmaligem Ambiente sorgen für ein Alleinstellungsmerkmal in der Region und wirken weit darüber hinaus. So freute sich Bürgermeister Hans-Jürgen Regus bei der Vernissage im großen Gästekreis vor der imposanten Kulisse des Wasserschlosses über namhafte Künstler aus München und Hamburg in der illustren Schar der zwei Dutzend Aussteller an den drei ganz speziellen Schauplätzen. Dass Dachsbach mit Störchen, Kren oder Tee noch viel mehr als diese großartige Kunstplattform zu bieten hat, besang der Männergesangverein Dachsbach-Gerhardshofen die „Perle im Aischgrund“, auf die sich der Bürgermeister so stolz zeigte, dass man den Spott der Neider über die „Hergottsköpf“ gerne hinnimmt.

Regus begrüßte das Motto „Kunst baut Brücken“, das sich mit der Ausstellung gleich auf mehrfache Weise bestätigen sollte. Dass dabei auch der Brückenschlag für Kindergarten und Grundschule nach Europa erfolgte, freute ihn besonders. Die Kinder in das Boot der Kunst zu holen, sei ihm ein großes Anliegen gewesen, erklärte der Bürgermeister, der mit der langen Begrüßungsliste auch den Dank an die vielen Förderer der „Kunst in Dachsbach“ verband. Sowohl stellvertretende Landrätin Gisela Keller, als auch die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt sahen mit ihr eindrucksvoll bestätigt, dass Kultur längst kein Privileg der Stadt mehr ist. Keller nannte sie einen Teil der „Mehrregion“ und Schmidt dankte dafür, dass ihr als „Kind vom Land Zugang“ zur Kunst ermöglicht worden sei, mit der sie sich heute auch bei Reisen auseinandersetze, die Ausstellung in Dachsbach besonders schätze.

In die Arbeiten ihrer Studenten führte bei der Vernissage die Professorin Sybille Schenker von der Fakultät Design/Illustration der Georg Simon Ohm-Hochschule Nürnberg ein, die zum ersten Mal der Einladung nach Dachsbach gefolgt war.

Vom Kindergarten bis zur Fakultät

So habe man „angefangen bei den Kleinsten im Kindergarten über die Schule bis hin zur Fakultät Design und „100 Jahre Bauhaus“ am Standort „ars quo vadis“ im wahrsten Sinne des Wortes eine Kunstbrücke in die Berufswelt – Welt der Künste – und Europa gebaut“ erklärten Elke Rogler-Klukas und Ilona Nürnberg zum Ausstellungskonzept.

Bürgermeister Hans-Jürgen Regus konnte mit Elke Rogler-Klukas und Ilona Nürnberg (r.) auf den neuerlichen Erfolg von „Kunst in Dachsbach“ anstoßen.

Bürgermeister Hans-Jürgen Regus konnte mit Elke Rogler-Klukas und Ilona Nürnberg (r.) auf den neuerlichen Erfolg von „Kunst in Dachsbach“ anstoßen. © Harald Munzinger

Die drei Standorte Wasserschloss, „ars quo vadis“ und das Kunstcafé von Arnd und Michaela Erbel im „Roten Ross“, dem zentralen Treffpunkt der Kunstszene, seien „interaktiv über Brücken verbunden“. Wieso die Brücke ein Thema mit Symbolcharakter für die Kunst sei, erläuterten Nürnberg und Rogler-Klukas damit, das „die Kunst auf Verstörendes hinzuweisen vermag, indem sie eine Brücke spannt, um den Blick von oben auf das große Ganze zu lenken, ohne die Schönheit und Leichtigkeit und Ästhetik aus dem Auge zu verlieren und, wie im Wort Paradigma enthalten, dies durch die Kunst begreiflich zu machen“. Die Kunst könne darauf hinweisen, „dass ein Überdenken der eigenen Position überlebenswichtig ist, was grundlegende Werte und Ressourcen betrifft“.

Ein Gesamtkunstwerk geschaffen

Das Besondere, das Außergewöhnliche an „Kunst in Dachsbach“ definierten sie mit dem „Gesamtkunstwerk, das Kunst in Dachsbach in allen Facetten der Künstlerinnen und Künstler widerspiegele. Drei Tage werde das Dorf mit 987 Einwohnern in den Fokus der Fränkischen Kunstszene gerückt und als eine einmalige Kunst-Plattform präsentiert. Europa, so die beiden Organisatorinnen der „Kunst in Dachsbach“ im Verbund mit Arnd Erbel und der Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Hans-Jürgen Regus und Stellvertreterin Babara Weber, „ist überall, im Dorf, in der Stadt, in den Großstädten“.

„Sich von der Vielfalt der außergewöhnlichen Kunstschau inspirieren zu lassen“, nahmen viele Besucher beim Pendeln zwischen den Schau-Plätzen gerne an. Dabei war ihnen von der Vernissage bis zum Finale musikalische Unterhaltung durch die „Aaschgrundbände“ geboten, ferner vom Grundschul-Chor sowie von Martin Müller und Antonio Malinconico. Zur Diskussion mit Kindern und Jugendlichen hatte die ehemalige Europaabgeordnete Lissy Gröner und Prof. Dr. Dirk Niefanger zur Lüftung des Geheimnisses um die „Venus von Dachsbach“ eingeladen. Für die Kunst gepflegter Unterhaltung bot das „Rote Roß“ mit seinem ganz besonderen Charme einstiger Wirthauskultur das reizvolle Ambiente. So hat sich „Kunst in Dachsbach“ in jeder Beziehung für die dritte Auflage 2020 empfohlen.

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