Auto fliegt über Leitplanke: Suche nach vermeintlich geflüchtetem Fahrer

Lena Wölki

NN.de

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17.07.2020, 11:43 Uhr
Der Fahrer dieses Audi verlor in der Nacht auf Freitg die Kontrolle über seinen Wagen und landete in einem Bachlauf. Vier Insassen wurden verletzt.

© ToMa Der Fahrer dieses Audi verlor in der Nacht auf Freitg die Kontrolle über seinen Wagen und landete in einem Bachlauf. Vier Insassen wurden verletzt.

Viel zu schnell fuhr Donnerstagnacht, gegen 02.30 Uhr, ein Audi von Markt Erlbach nach Nürnberg. An der Kreuzung der Staatsstraße 2413 bei Neuhof an der Zenn, verlor der Fahrer des Wagens die Kontrolle und konnte nicht rechtzeitig abbiegen. Dadurch raste das Fahrzeug geradeaus und flog etwa 15 Meter über die Schutzplanke hinunter in einen Bachlauf. Laut Polizei schafften es die Mitfahrer, einen Notruf abzusetzen, weshalb die Feuerwehr Neuhof an der Zenn schnell am Unfallort eintreffen konnte.

Vor Ort fanden die Rettungskräfte vier Personen vor, die sich alle selbstständig aus dem Fahrzeug befreien konnten. Sie gaben jedoch an, zu fünft gewesen zu sein. Der Fahrer des Unfallwagens sei geflüchtet, erklärten sie vor Ort. Daraufhin alarmierte die Feuerwehr weitere Einsatzkräfte, um eine Personensuche durchzuführen. Trotz Wärmebildkameras und einem Suchhund konnte der Fahrer des Audi allerdings nicht gefunden werden.

Um sicher zu gehen, dass sich tatsächlich fünf Personen in dem Wagen aufgehalten haben, stellte die Polizei Airbags und Kleidung der Mitfahrer sicher, damit ein DNA-Abgleich vom Fahrersitz die Frage klären kann, wer das Auto wirklich fuhr. Nachdem es sich bei dem Audi um ein Dienstfahrzeug handelte, konnte über die Halterabfrage in der Nacht nicht herausgefunden werden, wer das Auto fuhr.

Wendung des Falles im Krankenhaus

Die vier Mitfahrer waren zwischenzeitlich, auf Grund ihrer Verletzungen, in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sich eine weitere Wendung ergab. Einer der vier Autoinsassen, ein 27-jähriger Mann, gab zu, dass in dem Wagen nicht fünf Personen mitgefahren seien und der Täter auch nicht auf der Flucht sei. Stattdessen habe er am Steuer gesessen, den Unfall verursacht und gelogen, weil er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen war.

Die Staatsstraße 2413 war für etwa eine halbe Stunde komplett gesperrt, anschließend leitete die Feuerwehr den Verkehr halbseitig an der Unfallstelle vorbei.


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